Do
12
Jan
2012
Karibik-Laufkreuzfahrt im Januar 2012
Diesmal startete unsere Karibik-Laufkreuzfahrt wieder in San Juan/Puerto Rico. Nach der langen Anreise verbrachten wir die erste Nacht im Hotel in der Nähe des Condado-Strandes.
Dann ging es endlich an Bord der Serenade of the Seas, das Schiff, das für die nächsten zwei Wochen unser Zuhause sein sollte.
Die 1. Etappe unseres Karibik-Etappenlaufes fand auf der Laufbahn der "Serenade of the Seas" statt.
2. Etappe: 5 km Küstenlauf zum weltberühmten Grande Anse Beach auf Grenada.
3. Etappe: Der Vigie Lighthouse Run auf St. Lucia
4. Etappe: Der Fort James Run auf Antigua
5. Etappe: Insellauf auf der amerikanischen Jungferninsel St. Croix.
6. Etappe: Strand- Berglauf an der Magens Bay auf St. Thomas/US Virgin Islands
7. Etappe: Berglauf im Regenwald "El Yunque" auf Puerto Rico
8. Etappe: Berglauf auf der britischen Jungferninsel Tortola
9. Etappe: abwechslungsreicher Promenaden-, Strand-, Berg- und Citylauf in der Great Bay auf St. Maarten
10. Etappe: Panoramalauf zur Frigate Bay auf St. Kitts
11. Etappe: Berglauf im Regenwald auf Dominica
12. Etappe: Strandlauf auf Barbados
Staffellauf an Bord der "Serenade of the Seas"
Siegerehrung
Weitere Bilder in dieser Diashow.
So
11
Dez
2011
Laufcamp an der Türkischen Riviera im Dezember 2011
Gerade ist unser Laufcamp in der Türkei zu Ende gegangen und alle Teilnehmer können hoffentlich noch lange von dem traumhaften Wetter in der ungemütlichen deutschen Vorweihnachtszeit zehren. Trotz zwei Laufeinheiten und einem Workshop täglich, hatten alle viel Spaß und das Gefühl mit Freunden im Urlaub zu sein.
Hier einige Foto-Impressionen:
Traillaufen
Staffellauf
Lauf ABC
Mo
21
Nov
2011
Mit dem Schiff auf Laufreise: Etappenlauf in der Westlichen Karibik
Nach der Sommerpause ging es jetzt endlich wieder auf unsere erste Herbst-Laufkreuzfahrt 2011 in die Karibik, genau gesagt: in die Westliche Karibik.
Tag 1:
Nach dem Flug nach Miami, wo wir uns am nächsten Morgen erstmal an die angenehmeren klimatischen Bedingungen im November bei einem kleinen Trainingslauf anpassen konnten, startete im grössten Kreuzfahrthafen der Welt, am Nachmittag die "Carnival Liberty" auf ihre einwöchige Kreuzfahrt durch die Westliche Karibik.
Nach der Hafenausfahrt und dem Blick zurück auf die Skyline von Miami begann dann endlich die Laufkreuzfahrt mit Kurs auf die Insel Cozumel, dem Taucherparadies vor der mexikanischen Küste.
Tag 2:
Den ersten Tag verbrachten wir auf See an Bord der "Liberty", gedacht als Erholungstag und natürlich auch um das riesige Kreuzfahrtschiff kennenzulernen, was uns aber nicht daran hinderte unsere erste Laufetappe auf der bordeigenen Tartanbahn am Morgen durchzuführen.
Tag 3:
Um 7:00 Uhr morgens legten wir auf Cozumel/Mexiko an und hatten nur wenig später endlich wieder Land unter den Laufschuhen. Von bisher 18-mal, die ich auf Cozumel war, war es 17-mal brütend heiss, so auch diesmal. Vor uns lag der 8 km lange Promenadenlauf...Schatten - Fehlanzeige.
Kurze Einweisung vor dem Start
Ausklang des Tages auf Cozumel am Paradise Beach
Tag 4:
Belize, der kleine Staat in Mittelamerika und auch der Einzige, der keinen Zugang zum Pazifik hat war heute Schauplatz unserer dritten Laufetappe. Der 5 km Küstenlauf war gefühlt bei 38°C viel, viel länger...
Tag 5:
Auf der Insel Roatan vor der Küste Honduras, wartete heute die Königsetappe dieser Tour auf uns: Der 10 km lange Insellauf zur West Bay. Nur legten wir heute im neuen Cruise Pier von Carnival Cruises in der Mahogany Bay an, die 10 km von unserem Startpunkt entfernt lag. Damit es kein Halbmarathon wurde, musste ein Taxi her...
Wie bei unserem letzten Aufenthalt auf Roatan hatten wir optimales Laufwetter. Die ersten vier Kilometer waren noch flach, immer an der Küste entlang, aber dann ging es zur Sache...
Hier waren die schlimmsten Anstiege bereits geschafft und der Traumstrand nur noch 500 Meter entfernt.
Tag 6:
Erst um 10:00 Uhr erreichten wir Cayman Island für unseren 7 km Lauf am berühmten Seven Mile Beach. Nur 40.000 Einwohner gibt es auf den Cayman Inseln, dafür aber 80.000 Unternehmen, darunter 800 Versicherungen und 269 Banken.
Tag 7:
Am zweiten Seetag stand traditionell unser Staffellauf über 10 km auf der Laufbahn der "Liberty" auf dem Programm. Als Staffelstab musste ein Schnorchel herhalten...
Tag 8:
Zu unserer letzten Laufetappe am Strand von Miami Beach hatten wir uns wieder jemand ganz besonderes eingeladen: RAVEN , der uns dann auch auf die 5 km lange Strecke am Southbeach schickte und im Ziel wieder empfing.
Siegerehrung
Weitere Bilder in dieser Diashow.
Sa
19
Nov
2011
Björn meets Raven in Miami Beach
Über zwei Jahre bin ich jetzt mit Raven nicht mehr gelaufen, deshalb freute ich mich diesmal ganz besonders auf den Raven Run am Strand von Miami Beach. Über Raven habe ich ja hier schon einmal gebloggt, deshalb möchte ich seine Geschichte nicht nochmal vollständig erzählen. Wie immer standen die legendären 8 Meilen auf dem Programm, wie jeden einzelnen Tag seit dem 1. Januar 1975...und ein Mann hat jeden dieser 8 Meilenläufe gemacht: Robert Kraft alias Raven. Kurz vor 16:00 Uhr trafen wir am Rettungsturm der 5. Strasse in South Beach ein, aber von Raven noch keine Spur. Es regnete in Strömen im "Sunshine State" und ich befürchtete schon, dass ich Zeuge werden würde von dem Tag, an dem die unglaubliche Laufserie riss. Aber plötzlich stand er wie aus dem Nichts vor uns:
Raven, der seit nunmehr 36,5 Jahren jeden einzelnen Tag um diese Zeit an diesem Ort erschien. Das alleine ist schon eine Leistung, aber die 8 Meilen, die er dann noch jedesmal lief, sind selbst für mich jenseits aller Vorstellungskraft. Diesmal war ich natürlich nicht nur wegen dem gemeinsamen Laufens gekommen, ich wollte Raven wieder für die letzte Etappe unseres Karibik-Etappenlaufes einladen, die genau hier am Strand von Miami Beach in 8 Tagen stattfinden wird.
Raven sagte sofort zu bei unserem Lauf in einer Woche dabei zu sein. Vor allem wird dann hoffentlich das Wetter wieder so sein, wie es in Miami sein sollte und nicht so wie an diesem Nachmittag...
Mo
31
Okt
2011
Der Röntgenlauf oder der verpasste Ultra-Jahresabschluß 2011
Verpasst??? Ja leider, notgedrungen sozusagen. Seit 2001 wird der Röntgenlauf jetzt schon ausgetragen, aber es hatte bisher mit einer Teilnahme bei mir immer nicht geklappt. Dieses Jahr wollte ich mit diesem schönen Landschaftslauf das Jahr "ultramässig" ausklingen lassen. Aber dafür muß man natürlich auch am Start stehen, der um Punkt 8:30 Uhr am Sportzentrum Hackenberg in Remscheid-Lennep war, von dem ich zu diesem Zeitpunkt aber noch eine Ultradistanz entfernt war. Der Grund meines Zuspätkommens war tatsächlich die Zeitumstellung, obwohl das im Herbst eigentlich gar nicht geht. Wenn man vergisst die Uhr umzustellen, ist man einfach nur eine Stunde zu früh da. Wenn man aber (wie geschehen) die sich in der Nacht selbstständig zurückgestellte Uhr am Morgen nochmals eine Stunde zurückstellt, dann sieht das Ganze schon anders aus...
Hier erfolgte mein einsamer Start
Warum heisst dieser Lauf eigentlich Röntgenlauf? Der berühmteste Sohn aus Remscheid-Lennep ist Wilhelm Conrad Röntgen, der am 8. November 1895 die nach ihm benannten Strahlen entdeckte. Der Röntgenweg, auf dem der größte Teil der Strecke des Röntgenlaufes verläuft, hat seinen Namen auf Initiative der Abt. Remscheid des Sauerländischen Gebirgsvereins e.V. Und weil es so Nahe liegt und passend ist, finden auch jedes Jahr die Deutschen Marathonmeisterschaften der Ärzte im Rahmen des Röntgenlauf statt. Eine Besonderheit des Röntgenlaufes ist neben dem grossen Streckenangebot (400 m bis
63,3 km) die Flexibilität. Egal ob man sich für Halbmarathon, Marathon oder den Ultra angemeldet hat, kann man sich noch während des Rennens für eine andere Distanz entscheiden. Ich selbst konnte mich nur noch zwischen Kaffee und Kuchen oder trotzdem irgendwie laufen entscheiden. Ich wählte letzteres und lief einen Teil der Strecke rückwärts...also schon vorwärts, nur halt vom Ziel in Richtung Start. So erreichte ich an diesem Tag zumindest die 60 km Marke als Erster, wenn auch aus der falschen Richtung. Irgendwann kam mir dann auch schon der Schlussläufer der führenden Staffel entgegen.
Im nachhinein muss ich sagen, dass es dann doch noch Spass gemacht hat, ein bisschen auf dem Röntgenweg herumzulaufen. So redete ich mir die Situation auf
jeden Fall schön. Ausser Konkurrenz startend kam die Inanspruchnahme einer Verpflegungsstation für mich natürlich an diesem Tag nicht in Frage. Ich erinnerte mich an den leckeren Kuchen den es in der Sporthalle gab, freute mich den ganzen Lauf darauf und gönnte mir dann auch nach meiner Rückkehr ein leckeres Stück Mohnkuchen. Der Röntgenlauf wird auf jeden Fall ein sportliches Ziel für mich bleiben. Die 63,3 km mit ihren 850 Höhenmetern sind nicht übermässig schwer, aber alles was ich an diesem Sonntag in Remscheid-Lennep gesehen habe, hat einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr, wenn dann auch in der Nacht vor dem Röntgenlauf, die Uhren wieder umgestellt werden.
Di
25
Okt
2011
Trailrunning auf dem Lykischen Weg
Unser zweites Laufcamp in diesem Jahr fand wieder in Kemer-Göynük statt, der Unterschied zum Ersten war diesmal, dass es ein Trailrunning-Camp war. Göynük liegt direkt am Meer, aber auch am Fusse des Taurusgebirges, was optimale Voraussetzungen zum Trailrunning bot. Vor allem der Lykische Weg wurde zu unserem bevorzugtem Laufrevier bei diesem Laufcamp. Der Lykische Weg ist ein Weitwanderweg in der Türkei. Er verläuft über 509 km von Fethiye nach Antalya, größtenteils vorbei an der Küste des antiken Lykien. Die Ursprünge des Lykischen Weges gehen bis ins Altertum zurück, denn er wurde streckenweise als Handelsweg für Kamelkarawanen genutzt. Ich konnte mir manchmal schwer vorstellen, dass in diesem unwegsamen Gelände Kamele unterwegs waren. Bergziegen vielleicht...
Seit 1999 gibt es entlang des Weges Markierungen, die es dem heutigen Wanderer (in unserem Fall dem Läufer) leichter machen, sich in dem teilweise sehr wilden Gelände zurecht zu finden. Die „Ausschilderung” des Weges ist am französischen System orientiert: rot-weiße Striche, mit Verdoppelungen für Richtungswechsel und x-Zeichen für eine falsche Abzweigung. Im Laufe der Wanderung kann es passieren, dass man die Zeichen aus den Augen verliert. So haben vorherige Wanderer in weiser Voraussicht kleine Steinmännchen aufgeschichtet, die einem auch in unübersichtlichen Gegenden den weiteren Weg zeigen.
Die Landschaft überrascht immer wieder mit Ausblicken auf das Meer und das Taurusgebirge. Wenn dann noch das Wetter stimmt, wie in unserer Woche, dann kann man verstehen, dass der Lykische Weg zu einem der schönsten Weitwanderwege der Welt gewählt wurde.
Dass der Lykische Weg überhaupt wieder begehbar wurde, haben wir nicht den Türken zu verdanken, sondern der Engländerin Cate Clow, die sich seit 1999 in einem unermüdlichen Einsatz um die Markierungen und der Instandhaltung dieses aussergewöhnlichen Fernwanderweges bemüht. Bis auf sehr wenige Ausnahmen halten sich die türkischen Behörden leider aus dem Wegemanagement raus.
Nicht zuletzt hat die Mischung aus dieser einzigartigen Natur und zahlreichen antiken Sehenswürdigkeiten, diese Gegend zum festen Bestandteil unserer Laufreisen gemacht. Bereits im Dezember findet hier am Fusse des Tahtali Dag unser nächstes Laufcamp statt.
Sa
22
Okt
2011
Tahtali Dag - Der entweihte Berg oder von 0 auf 2366 m
Seit über 15 Jahren bin ich mehrmals im Jahr an der Türkischen Riviera und trainiere im Taurusgebirge. Und jedesmal wenn ich den Tahtali Dag sah, wollte ich auf seinem Gipfel stehen. Bis jetzt hat das leider nie geklappt.
Der Tahtali (gesprochen Tàchtale) ist ein 2366 m hoher Berg im westlichen Taurusgebirge und er ist der höchste Berg im Naturpark Olimpos-Beydağları-Milli-Park. Von November bis in den Juni hinein ist der Gipfel mit Eis und Schnee bedeckt. Die beste Zeit für die Besteigung ist von Mitte Mai bis Mitte Juni und von Mitte September bis Mitte November. Ab Mitte Juni machen sich hier Singzykaden breit, die mit ihrem ohrenbetäubenden Gesang, der an einen Presslufthammer erinnert, jedem auf die Nerven geht. Das Gezeter beginnt mit Sonnenaufgang und endet mit Sonnenuntergang. Etwa um den 10. September kehrt dann wieder Ruhe ein.
Ich hatte also diesmal mit Mitte Oktober während unseres Trailrunning-Camps genau den richtigen Zeitpunkt erwischt, um das zu erledigen, was ich schon so lange tun wollte. Wie so oft stand ich am Meer und war fasziniert von der riesigen Felsmauer des Beydaglari-Gebirges, vor allem von dessen markantesten Gipfel, dem Tahtali Dag auf 2366m Höhe.
Der normale Ausgangspunkt für den Aufstieg zum Tahtali ist das kleine Bergdorf Beycik, dass auf 680 m Höhe liegt. Die meisten Wanderer lassen sich mit dem Jeep bis auf 900 müNN fahren. Hier wartete auch unsere Gruppe auf mich, um mit mir gemeinsam weiter zu laufen.
Da der Tahtali so dicht am Meer liegt, wollte ich unbedingt auf Meereshöhe starten (quasi von 0 auf 2366). Deshalb begann ich die Aktion in der Nähe von Tekirova. So hatte ich einige Kilometer zum "Warmwerden", obwohl die 680 Höhenmeter auf nur 10 Kilometern bis Beycik alles andere als ein lockeres Warm Up waren. Als ich in Beycik schnell meinen Wasservorrat auffüllte, bot mir ein Bergführer seine Dienste an. Ich lehnte dankend ab mit der Begründung, dass er sicherlich zu langsam sei, was der gute Mann zum Glück nicht mehr hörte, da ich mich schon wieder auf den Weg gemacht hatte...
Auf dem (Fuß-)Weg zum Gipfel begegnete ich an diesem sonnigen Oktobertag gerade mal sechs Bergwanderern. Zu Beginn ging es durch schöne Wälder mit Pinien, Kiefern und Zedern, vorbei an wilden Thymian und Bergsalbei. Auf 1800m liegt dann der besagte Sattel, den wir (nicht alle) ohne Probleme (so oft es möglich war) im Laufschritt erreichten. Hier ist auch die Baumgrenze und die hochalpine Zone beginnt mit einer kargen Felslandschaft.
Auf dem Sattel des Tahtali hatte sich die Zahl meiner Mitstreiter auf vier reduziert. Mark, mit dem ich schon im Juli diesen Jahres eine Thailanddurchquerung , vom Pazifik zum Indischen Ozean gemacht hatte, begleitete mich als Einziger noch 100 Höhenmeter weiter, ab daan war ich allein in Richtung Gipfel unterwegs...Noch knapp 500 Höhenmeter lagen vor mir.
Ca. eine Stunde später stand ich auf dem Gipfel des Tahtali und genoss kurz den grandioser Ausblick auf den Beydaglari-Nationalpark, der Bucht von Olympos und die Weite des tiefblauen Mittelmeeres. Dann ging es auch schon wieder im Laufschritt bergab nach Beycik, von wo aus wir mit dem Minibus zurück nach Kemer-Göynük fuhren und den Wellnessbereich des Hotels in Beschlag nahmen.
Um nochmal auf den Titel "Der entweihte Berg" zurückzukommen: Leider hat man den Tahtali mit einer über 4 km langen Seilbahn verschandelt. Die Bergstation ist sogar von unten zu sehen. Die Luftseilbahn Olympos Teleferik, eine türkisch-schweizerische Kooperation, fährt seit dem 16. Juni 2007 zum Gipfel des Tahtali und kann bis zu 470 Personen in der Stunde transportieren. Mal ganz abgesehen von der Zerstörung dieser schönen Berglandschaft, dessen Folgen noch gar nicht absehbar sind, stellt sich die Frage: Ist es nicht viel schöner, einen solchen Ausblick zu geniessen, wenn man ihn sich auch selbst erarbeitet hat?
Es ist sicherlich grenzwertig, wenn man sich zum Bier trinken auf diesen Berg fahren lässt. Ich freue mich viel mehr auf das schöne kühle Blond, wenn ich wieder unten bin und mir dieses auch verdient habe.
Diesen Anblick hier muss ich auf dem Gipfel eines Berges nicht haben...
So
09
Okt
2011
Das Zuckerspiel - der etwas andere Halbmarathon
Zuckerspiel - ein nicht alltäglicher Name für einen Halbmarathon. Nun ist das Zuckerspiel auch kein alltäglicher Halbmarathon, denn 779 Höhenmeter muß man auf 21 Kilometer erstmal zusammen bekommen. Falko und Guido Gallenkamp, die beiden Organisatoren dieses Einladungslaufes im Staatsforst Burgholz in Wuppertal, haben es aber geschafft. Ich habe Falko und Guido vor einigen Wochen auf der Strecke des P-Weg Ultramarathon im Sauerland kennengelernt.
Foto: Veranstalter
Die "lustigen" Kilometerschilder werden vielleicht von den Strapazen des durchaus anspruchsvollen Halbmarathons ablenken, dachte ich mir. Am Vortag des Laufes erreichte mich dann noch folgende E-Mail: "...Einige Änderungen haben sich ergeben: so empfehlen wir nun statt der Sonnencrème ein paar Handschuhe, statt der Laufschuhe ein paar Gummistiefel :)...". Ok, das macht den Lauf nicht einfacher, aber vielleicht noch interessanter, denn das Zuckerspiel versprach schon im Vorfeld "viel hoch" und "viel Spaß" und an ein derartiges Wetter ist man ja (mit kleinen Ausnahmen) seit Monaten hier gewöhnt.
Wenn ein Höhenprofil so aussieht, dann bin ich einfach "heiss" auf diesen Lauf, und so machte ich es auch möglich (obwohl ich eigentlich keine Zeit hatte) am Start der Zuckerspiel-Premiere zu stehen, denn die nackten Zahlen waren einfach zu verlockend ;)
Nachdem ich den Veranstalter noch informierte, dass ich gleich nach meinem Zieleinlauf wieder weg muss und dieser scherzhaft meinte: "Dann darfst du auch nicht gewinnen, sonst fehlst du ja bei der Siegerehrung ;)", ging es bei leichtem Regen auch schon los und es dauerte nicht lange, bis es richtig zur Sache ging.
Eine wirklich tolle Strecke durch den Staatsforst Buchholz ließ bei mir keine Wünsche offen. Sollte es der Terminplan zulassen, bin ich nächstes Jahr beim "Zuckerspiel" wieder dabei.
Auch bei den Siegerpokalen hatte sich der Veranstalter etwas einfallen lassen. "Wie versprochen" belegte ich dann auch den vierten Platz (wegen dem Fehlen bei der Siegerehrung). So habe ich mir aber vielleicht auch einen Zahnarztbesuch erspart :)
Eins sollte noch geklärt werden: Wie kam es aber eigentlich zu dem "seltsamen" Namen dieser Laufveranstaltung: Zuckerspiel? „Der Titel ist ein Versprecher gewesen. Bei einer Laufveranstaltung im Sauerland war es so drückend heiß, dass ich vor dem Start stöhnte: ’Das wird kein Zuckerspiel.’ Eigentlich wollte ich so etwas sagen wie ’das wird kein Zuckerschlecken oder Kinderspiel’“, erinnert sich Falko Gallenkamp.
Ja, ich muß sagen, das hat was...
Mo
03
Okt
2011
1400 Wettkämpfe in über 80 Ländern...und es macht immer noch Spaß!
21 Jahre hat es gedauert bis ich die 1400 Wettkämpfe im "Sack" hatte, das sind immerhin im Durchschnitt 66 Wettkämpfe pro Jahr. Die ersten 3,5 Jahre lief ich nur in Deutschland, Woche für Woche auf anderen Strecken an den verschiedensten Orten. Trotzdem sind es jetzt doch eine stattliche Anzahl an Ländern geworden, in denen ich Wettkämpfe bestritten habe.
Der erste Wettkampf im Ausland war nicht in einem Nachbarland, wie Östereich oder der Schweiz, sondern auf der Karibikinsel Aruba, vor der Küste Südamerikas. Von da an war ich infiziert und machte die weltweiten Laufstrecken "unsicher"...
Die ersten Länder sammelten sich aufgrund der vielen Karibk-Etappenläufe, an denen ich teilnahm, hauptsächlich in der Karibik und Mittelamerika an. Zwischendurch ging es auch in die USA, Kanada und dann im November 1994 zum ersten (von mittlerweile über 40 mal) nach Thailand. Für mich war immer am Schönsten, dass ich viel von den Ländern sah in denen ich lief, vor allem das, wo man sonst meist nicht hingekommen wäre, und dass ich viele interessante Menschen kennengelernen durfte.
Die Karibik ist für mich immer noch eine meiner Lieblings-Location und ich bin froh, mittlerweile mehrmals im Jahr dort laufen zu können. Ganz nebenbei legte ich in der Karibik auch die Grundlage für die vielen Inseln, auf denen ich bisher gelaufen bin. Nachdem ich 1996 an einer Wüstendurchquerung in den Vereinigten Arabischen Emiraten teilgenommen hatte, war ein weiteres Highlight für mich das "Himalayan 100 Mile Stage Race" 1997. Meine abenteuerliche Anreise über Kalkutta war damals genau so anstrengend wie jede
der fünf Laufetappen im Himalaya. Bei diesem Etappenrennen gilt es insgesamt 100 Meilen (161 Kilometer) und knapp 7.000 Höhenmeter in fünf Tagesetappen zu bewältigen. Das besondere an diesem Lauf war, dass man während des Rennens vier der fünf höchsten Berge der Welt sehen konnte. Für mich als absoluter Bergfetischist, ein ganz besonderes Erlebnis. Aus diesem Grund ging auch ein Grossteil meiner Reisen immer dorthin, wo man Mittwoch noch nicht sieht, wer Sonntag zu Besuch kommt.
So hat auch rein zufällig der 1400. Wettkampf das Wort "Berg" im Namen. Das Jubiläum beging ich heute ganz unspektakulär über 10 km beim Benther Berg Lauf in der Nähe von Hannover.
Trotz der stattlichen Zahl an Ländern in denen ich bisher gelaufen bin, war mir das Länder sammeln nie wichtig (und ist es jetzt schon gar nicht). Viel wichtiger ist mir, dass ich immer wieder dorthin zurückkehren kann, wo ich
schöne Lauferlebnisse hatte und wo ich Freunde wiedersehen kann.
So geht es als nächstes in zwei Wochen wiedermal in das Land, in dem ich läuferisch so oft unterwegs war, wie in keinem anderen...in die Türkei. Dort freue ich mich auf ein tolles Trailrunningcamp, bevor es dann im November (endlich) wieder in die Karibik geht...
So
02
Okt
2011
Der Böckstiegellauf - auf und ab im Teutoburger Wald
Bereits zum achten Mal fand der Böckstiegel-Lauf in diesem Jahr statt und obwohl fast direkt vor der Haustier, war ich erst jetzt zum ersten Mal dabei. Zum Hintergrund des Laufes: Der Böckstiegel-Lauf ist dem Maler und Bildhauer Peter-August Böckstiegel gewidmet, auf dessen Spuren sich die Teilnehmer befinden. In jungen Jahren besuchte Böckstiegel die Handwerker- und Kunstgewerbeschule. Um zu ihr zu gelangen, musste er den Weg zu Fuß und in Holzschuhen zurücklegen. Daran knüpft der Böckstiegel-Lauf an. Die 18 km lange Strecke des Hauptlaufes von Bielefeld nach Werther hat nahezu alles zu bieten. Sie bringt Natur und Kunst, Spitzen- und Breitensport, Cross- und Strassen-, Berg- und Citylauf in einzigartiger Weise zusammen.
In diesem Jahr sollte der zum Trairunning-Cup zählende Böckstiegellauf zum Hitzerennen werden. An einem 1. Oktober konnte man diese hochsommerlichen Temperaturen nicht unbedingt erwarten, worunter auch viele "zu leiden" hatten.
Um es gleich vorweg zu nehmen, die gesamte Veranstaltung war von Friedhelm Boschulte und seinem Team super organisiert, begonnen vom Teilnehmertransport bis hin zur Siegerehrung. Denn weit über 1000 Teilnehmer mussten bevor der Lauf starten konnte, mit Bussen zur Passhöhe Bielefeld-Hoberge gebracht werden, von wo aus es dann auf der 18 km langen Strecke zurück nach Werther ging.
Die ersten 10 km verliefen relativ anspruchsvoll durch den Teutoburger Wald, die letzten 8 km dann auf Asphalt (meist bergab), aber dafür in der prallen Sonne, zum Ziel in der Werther Innenstadt, wo jeder Teilnehmer begeistert empfangen wurde.
Den hohen Flüssigkeitsverlust konnte man im Ziel sofort durch das gute (alkoholfreie) Getränkeangebot weitgehends ausgleichen und sich bei einer fachkundigen Zielmoderation von den Strapazen auch wieder schnell erholen.
Im Übrigen wurde für diejenigen, die sich die volle Distanz noch nicht zutrauten eine Kurzstrecke über 10 km angeboten, allerdings liefen die Mehrzahl der Starter die 18 km-Hauptstrecke.
Fazit: Diese Laufveranstaltung kann ich mit bestem Gewissen weiterempfehlen.
Di
27
Sep
2011
Karl Meltzer
Karl Meltzer (Spitzname "Speedgoat Karl") ist einer der erfolgreichsten Ultraläufer überhaupt. Kein Ultraläufer hat mehr 100 Meilenläufe gewonnen, als der 43-jährige Amerikaner. Seit 1999 ist Karl Meltzer professioneller Ultraläufer und seit 2007 auch als Trainer tätig. 1996 lief Karl Meltzer seinen ersten Ultra. Hier einige Zahlen, die die Erfolgsbilanz des Amerikaners verdeutlichen: Von insgesamt 92 Ultramarathons hat Karl 49 gewonnen. Darunter 30 Siege in 100 Meilenläufen!!! Auch hat er die meisten 100 Meilenläufe innerhalb eines Jahres gewonnen (6 in 2006), (5 in 2007), (5 in 2009), (4 in 2005).
Zwei weitere Highlights in der Karriere von Karl Meltzer waren, als er 2008 den 2176 Meilen langen Appalachian Trail in 54 Tagen 21 Stunden und 12 Minuten lief, und 2010
den Pony Express Trail von Sacramento in Kalifornien nach St. Joseph in Montana, wo er in nur 40 Tagen 2064 Meilen zurücklegte (davon am letzten Tag: 105 Meilen in 19:21 h!!!).
Mit dem "Speedgoat 50 k" hat Karl Meltzer auch den schwersten 50 km Lauf der USA "designed" und ist dort auch als Renndirektor tätig.
Der "Speedgoat 50 k" findet immer im Juli im Snowbird Ski Resort in Utah statt.
2006 war das läuferisch erfolgreichste Jahr für Karl Meltzer. In diesem Jahr wurde er "Ultrarunner of the Year" und erhielt ausserdem den "Everest Award".
Di
20
Sep
2011
Raven Run - Der 100.000 Meilenlauf am Strand
Robert Kraft, heute nur noch als "Raven" bekannt, kam 1970 zurück nach Miami Beach von Nashville und Las Vegas, wo er als Songwriter gearbeitet hatte.
Am 1. Januar 1975 lief er das erste Mal 8 Meilen am Strand in Southbeach...
Bis heute ist Raven seit diesem Tag, JEDEN Tag diese 8 Meilen am Strand gelaufen (ohne auch nur einen Tag auszusetzen!!!). Die ersten acht Jahre lief Raven Tag für Tag seine 8 Meilen am Southbeach (immer allein), ohne das jemand groß Notiz von ihm nahm. Irgendwann fiel es auf und sprach sich rum, und mittlerweile ist er ein Star und hat viele Fans.
2009 traf ich mich mit Raven in Miami Beach und konnte einen bemerkenswerten Menschen kennenlernen. Er erzählte mir, dass er in den letzten 10 Jahren nur dreimal allein gelaufen ist. Das war an Tagen, wo Hurricane über Florida fegten. Wie ich sehen konnte trafen auch an diesem Tag im Oktober 2009 ein gutes Dutzend Läufer ein, um mit Raven zu laufen.
Der Raven Run startet seit nunmehr über 36 Jahren täglich am Rettungsschwimmerturm an der 5. Strasse und einer war an jedem einzelnen Tag am Start: RAVEN
Als laufender Globetrotter konnte ich mir diese Monotonie überhaupt nicht vorstellen und fragte Raven: "Wie machst du das?, du kannst ja nie hier weg, du mußt ja jeden Tag um 5 Uhr pünklich am Strand sein?". Darauf meinte er nur: "Warum sollte ich hier weg wollen? Ich habe hier doch alles: Sonne, Strand und Meer...jeden Tag!"
Mittlerweile sind fast 1400 Läufer aus über 60 Ländern mit Raven gelaufen und jeder von ihnen bekommt nach den gemeinsam gelaufenen 8 Meilen, einen "Nickname" von ihm. Darüber werden Bestenlisten geführt: Diese führt "Gringo" mit 1460 Läufen an. Am 29. März 2009 hatte Raven ein grosses Jubiläum: Nach über 34 Jahren täglichen Laufens zur selben Zeit am selben Ort, hatte er 100.000 Meilen (161.000 Kilometer) am Strand von Miami Beach zurückgelegt.
Ende November 2009 endete unsere Laufkreuzfahrt in Miami und die letzte Laufetappe fand am Strand von Miami Beach statt. Extra für uns machte Raven eine Ausnahme und kam um 10 Uhr vormittags an den Strand und gab den Startschuß zu unserem 5 km Strandlauf am Southbeach. Die ersten 50 Meter (zu mehr war er nicht zu überreden) begleitete uns Raven noch, aber dann sparte er seine Kräfte für die 8 Meilen auf, die ja sieben Stunden später wieder auf seinem Programm standen...
Ich freue mich schon jetzt in zwei Monaten wieder mit Raven am Southbeach laufen zu können...
So
18
Sep
2011
Die Trainingswoche nach einem Ultralauf
Samstag (10.9.) nachmittag war es geschafft, das Ziel des P-Weg Ultramarathon erreicht. Eigentlich empfiehlt es sich am Folgetag für ca. 30 Minuten (ganz) locker zu joggen, um so die Regeneration zu beschleunigen. Ich habe in den letzten Jahren für mich herausgefunden, dass ich am Tag nach einem Ultra nichts tue, was irgendwie mit Laufen zu tun hat. Das hat sich (bei mir) bewährt. Auch am Montag, also zwei Tage danach, habe ich den Morgenlauf noch weggelassen, um dann am Nachmittag wieder "normal" zu trainieren (Trainingseinheiten dieser Woche siehe unten). Zwei Tage nach einem Ultralauf sollte man keine grösseren Beschwerden mehr haben. Des Öfteren hört man: Nach dem 100 km Lauf konnte ich 3 Tage lang die Treppe nur rückwärts runtergehen. Wenn das so ist, war derjenige nicht entsprechend auf diesen Lauf vorbereitet. Zwei Tage nach dem Ultra sollte man wirklich nur noch unterschwellig muskuläre Probleme haben. Das man nur zwei Tage nach einem schweren 100 Meilenlauf in den Rocky Mountains, einen Marathon nicht nur laufen, sondern sogar gewinnen kann (in 2:39 h!!!) sieht man im folgenden Video:
Ganz wichtig ist, dass in der Woche nach dem Ultralauf, der Körper das Lauftempo vorgibt, d.h. man läuft so wie man sich fühlt. Je höher das wöchentliche Trainingspensum vor dem Ultra war, desto schneller wird man regenerieren. Anders herum gesagt, je besser mein Trainingszustand ist, desto schneller bin ich nach extremen Belastungen auch wieder fit. Also, man tut sich und seinem Körper keinen Gefallen, wenn man Distanzen bewältigen möchte, für die man nicht trainiert ist!
Hier meine Trainingswoche vom 12. - 18. September 2011:
Mo-PM: 15 km (1:27) 430 HM
Di-AM: 8 km (0:43) flach
Di-PM: 20 km (2:09) 710 HM
Mi-AM: 6 km (0:38) 90 HM
Mi-PM: 17 km (1:20) 420 HM
Do-AM: 10 km (0:58) 260 HM
Do-PM: 23 km (2:18) 750 HM
Fr-AM: 8 km (0:41) 130 HM
Fr-PM: 10 km (0:49) 310 HM
Sa-PM: 15 km (1:11) 55 HM (davon 10 km in 45:23 min)
So-AM: 14 km (1:00) 60 HM (davon 10 km in 41:51 min)
Total
-Kilometer: 146 km
-Stunden: 13 h 14 min
-Höhenmeter: 3215 HM
Do
15
Sep
2011
Salomon Speed Cross 2
Als ich den Speed Cross 2 von Salomon das erste Mal am Fuß hatte, dachte ich: Der ist zwar bequem wie ein Pantoffel, aber irgendwie ein bißchen zuviel Schuh am Fuß. Aber dann erinnerte ich mich, wie ich nach 50 Kilometern beim Linzer Bergmarathon das Gefühl hatte, ein bißchen wenig Schuh am Fuß zu haben, und so gab ich dem Seeed Cross 2 eine Chance (und sollte nicht enttäuscht werden). Der Schuh ist ein absolutes Leichtgewicht, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussieht. Der Speed Cross 2 ist also bestens geeignet für Wettkämpfe auf schwierigen Trails. Die Sohle ist absolut griffig und verleiht auch auf schwierigen Passagen Sicherheit. Die Stollen sind so angeordnet, dass sie sich auch auf klebrigen Lehmboden nicht zusetzen können.
Die 60 Trainingskilometer, die ich mit dem Salomon Speed Cross 2 im Gelände verbracht habe, waren durchaus zufriedenstellend. Nun wollte ich den Schuh auch im Wettkampf testen...beim P-Weg Ultramarathon über 68 km und 2200 Höhermeter.
Nach dem Ultralauf sahen die Speed Cross 2 fast so mitgenommen aus, wie ich selbst. Durch tiefen Schlamm und auf steinigen Trails (vor allem bergab) haben sie mir aber gute Dienste bei diesem Lauf geleistet. Auf nassem Asphalt war der Schuh etwas rutschig, aber bei schwierigen Untergründen dafür total zuverlässig. Bei anderen Testern wurde die schnelle Abnutzung der Sohle bemängelt, worüber ich mir nach knapp 130 Kilometern noch kein Urteil erlauben kann...
Für Läufe abseits von rollstuhlgerechten Wanderwegen, kann ich diesen Trailschuh wirklich nur empfehlen.
Di
13
Sep
2011
Vom ultraschönen Leiden auf dem P-Weg
Bereits um 7:30 Uhr fiel der Startschuß für die 68 km lange Ultradistanz beim P-Weg Marathonwochenende, die auch über 2000 Höhenmeter zu bieten hatte. An diesem Morgen reiste ich von Winterberg aus an, was gute 60 km von Plettenberg entfernt liegt. Durch Strassensperrungen mussten wir derartige Umwege fahren, dass ich erst 15 min vor dem Start ankam. Wie man auf dem Foto sehen kann, noch früh genug. Als zuletzt Angekommener ließ ich es mir nicht nehmen, als Erster die Startlinie zu überqueren. In den Genuß keinen Läufer vor mir zu haben, sollte ich in diesem Lauf nicht mehr kommen :(
Auf der Karte sieht die Laufstrecke der 68 km langen Ultradistanz noch relativ harmlos aus, im Profil dagegen dann doch schon etwas spannender...
...aber wie sagte mir ein Mitstreiter in der letzten Phase des Laufes: "Es tut jetzt zwar weh, aber kurz und flach kann jeder". Wo er recht hat hat er recht !!!
Zur richtigen Einstimmung auf das was da noch kommen sollte, ging es die ersten beiden Kilometer gleich bergauf. Zur "Belohnung" durfte man oben angekommen, dann unter dem aufgeblasenen Euter einer lila Kuh hindurch laufen :-)
Nach zehn Kilometern war bereits der zweite "Gipfel" (noch im tiefsten Nebel liegend) erklommen...und ich merkte schon hier, dass das heute nicht mein Tag war. Die Waden machten bereits dicht und es waren noch 58 km bis zum Ziel... (worüber man in dieser Situation besser nicht nachdenken sollte).
Was war passiert?, hatte ich womöglich im Vorfeld zu viel gemacht??? Der P-Weg war neben dem Linzer Bergmarathon immerhin der zweite schwere Ultralauf in nur zwei Wochen (und zwischendurch noch ein nicht ganz einfacher Halbmarathon). Aus der Erfahrung heraus weiß ich aber, was ich meinem Körper zumuten bzw. dass ich so etwas wegstecken kann. Ich hatte einfach nur einen schlechten Tag und von dem wollte ich mich nicht unterkriegen lassen. So sagte ich mir, das Ding läufst du (egal wie) nach Hause. Als dann bei Kilometer 25 jemand am Verpflegungsstand zu mir sagte: "Jetzt ist es ja nicht mehr weit"...wollte ich es fast glauben.
Nach ca. 33 km teilte sich die Strecke, nach links für die Marathonläufer, die dann nur noch 9 km zu laufen hatten...und nach rechts für uns, noch nicht mal die Hälfte der Distanz hinter uns. Ganz kurz kam mir der Gedanke, die Startnummer abzumachen und nach links abzubiegen...aber da war ich auch schon am Abzweig vorbei.
Foto: Guido Gallenkamp
Von der Strecke her hat der P-Weg alles, was man sich von einem Landschafts-Ultralauf nur wünschen kann. Auch an den Schuhen und Waden sollte man erkennen, dass es sich hier nicht um einen Strassenlauf handelt...
Platzierung und Zeit spielten auf der zweiten Hälfte der Strecke absolut keine Rolle mehr, ich wollte nur noch ankommen...
...und dann endlich nach 68 Kilometern und 7:20 Stunden hatte ich das Ziel vor Augen...
...zwar 1:20 h später als ursprünglich geplant...aber es gibt wahrlich schlimmeres.
Direkt nach dem Zieleinlauf noch schnell ein kleines Interview, und dann...
...endlich liegen und alle Fünfe gerade sein lassen...
So
11
Sep
2011
68 km bergauf und bergab - Der P-Weg Ultramarathon
Seit 2004 gibt es das P-Weg-Marathonwochenende in Plettenberg im Sauerland. Der Samstag des Veranstaltungswochenendes ist den Läufern vorbehalten, die auf 21 km, 42 km und 68 km ihre Kräfte messen können. Der Sonntag ist für die Biker reserviert, für die eine 42 km und 88 km lange Strecke zur Verfügung steht.
Der P-Weg ist ein Rundweg, der die Stadt Plettenberg einmal umrundet und dabei sowohl die vier Täler als auch die zugehörigen Berge beinhaltet. Allen Strecken gemein ist, dass kein Meter doppelt gelaufen wird. An beiden Veranstaltungstagen ist die Teilnehmerzahl auf 1.000 Starter beschränkt, also eine relativ grosse Veranstaltung. Trotzdem war die gesamte Veranstaltung nach nur wenigen Tagen ausgebucht.
Das spricht irgendwie für diesen Lauf, also beschloss ich dort zu starten.
Am Streckenprofil kann man erkennen, dass der 68 km lange Ultramarathon einiges an Steigungen zu bieten hat. Mehr als 2000 Höhenmeter habe ich gemessen und natürlich auch "genossen" (wenn auch teilweise leidend), worüber ich noch bloggen werde.
Auf jeden Fall kann ich diese super organisierte Veranstaltung uneingeschränkt weiterempfehlen.
Der P-Weg hat alles was man von einem Landschafts-Ultra erwartet...
Mo
05
Sep
2011
Natural Running - Back to the roots
Warum erst jetzt? Es ist doch schon seit langem bekannt, dass unsere Füße eigentlich an das Barfußlaufen auf natürlichem Untergrund angepasst sind und nicht an Laufschuhe, und dass Schuhe im Allgemeinen ungesund sind, weiß man auch...
Es ist noch gar nicht lange her, da wurde ein Laufschuh durch die Begriffe „Dämpfen, Stützen und Führen“ charakterisiert. Heute weiß man aufgrund von Forschungsarbeiten, dass diese Eigenschaften die Verletzungshäufigkeit eher erhöhen und man sieht den mit Hi-Tech ausgetatteten Laufschuh eher kritisch.
So hat in den letzten Jahren bei den Laufschuhherstellern auch ein grundlegender Wandel stattgefunden.
Nachdem ich die Nachteile mit Technologie vollgestopfter Laufschuhe an den eigen Füßen (schmerzhaft) erfahren musste, bin ich zum begeisterten Fan des Natural Running geworden. Aber Vorsicht, die Umstellung geht nicht von heute auf morgen. Unsere Füße haben sich derart an die Laufschuhe gewöhnt, dass bei den Meisten die Fußmuskulatur kaum noch vorhanden ist, da sie ja nie gebraucht wurde. Diese muß jetzt erst wieder langsam aufgebaut werden.
Auch die natürlichen Bewegung der Gelenke ist im Schuh eingeschränkt, worunter die Bewegungskontrolle des Fußes leidet. Am Strand oder auf einem Golfplatz bietet es sich an, mal ein paar Kilometer barfuß zu laufen.
Da unsere Vorfahren nicht auf Asphalt liefen, wir das aber zwangsläufig öfter tun, mußte ein Schuh her, der dem Barfußlaufen so nah wie möglich kommt.
Vorreiter war hier die Firma Nike, die mit ihrem Nike Free Schuhen schon seit 2004 auf dem Markt ist und diese mit den Worten bewarb: „run natural“ und „wenn nicht barfuß, dann so barfuß wie möglich“. Mitlerweile gibt es kaum noch einen Laufschuhhersteller, der sich dem Trend nicht angeschlossen hat.
Der Pionier des Natural Runnings in Deutschland ist Dr. Mathias Marquardt , der bereits seit Jahren diese Art des Laufens proklamiert. Der progressivste Laufschuhhersteller in diesem Bereich ist Vibram mit der FiveFingers Serie.
Übrigens, bei Kindern kann man es sehr gut beobachten, sie haben (noch) einen ganz natürlichen Laufstil...
Mo
29
Aug
2011
Linzer Bergmarathon - ein Ultraberglauf der Extraklasse
Am 11.09.2004 wurde dieser außergewöhnliche Lauf zum ersten Mal durchgeführt.
Ein Welle der ,Verwunderung’ ist dem Veranstalter bei der Präsentation dieses Konzeptes entgegengekommen .... Ein Bergmarathon in Linz???? Geht das überhaupt, Welche Berge,.... etc., das
Erstaunen war unübersehbar. Denn wenn man mitten in Linz ist (wo im Schillerpark auch Start- und Zielgelände waren), fehlen irgendwie die ganz großen Berge.
Doch im Nachhinein kann man mit Fug und Recht behaupten einen wunderschönen, sehr anspruchsvollen Ultra-Berglauf mit 52 km gelaufen zu sein, wobei insgesamt 4 Berge, viele kleine giftige
Steigungen zwischendurch und ca. 2.000 Höhenmeter zu bewältigen waren. Das Streckenprofil sieht da auch schon ein bißchen "furchteinflössender" aus.
Aber genau dieses Streckenprofil war der Grund, daß ich an diesem Lauf teilnahm.
Als ich am Vorabend gegen 20 Uhr in Linz eintraf, waren noch über 30°C in Oberöstereich...also genau mein Wetter :) Am nächsten Morgen aber hatte sich (wie so
oft in letzter Zeit) der Hochsommer wieder verabschiedet. Das Wetter sollte sich im Laufe des Tages immer mehr verschlechtern, es wurde kälter und nasser, so dass auch ich die letzte Stunde im Regen laufen musste.
Aber von Anfang an: Nach dem Start um 9 Uhr liefen wir erstmal durch Linz und dann an der Donau entlang, so dass die ersten 7 Kilometer noch nichts mit einem Berglauf zu tun hatten. Aber dann war Schluß mit lustig, der erste der vier Berge war erreicht. Als man dann nach drei Kilometern bergauf zum Pfenningberg, plötzlich vor einer "Wand" stand, mit einer Steigung von 45-50%!, war das auch nur noch gehend zu bewältigen. Ein kleiner Vorgeschmack auf das was noch kommen sollte. Der Königsberg dieses Laufes war dann aber "die GIS", eigentlich ist es der Lichtenberg, auf dessen höchstem Punkt (927 m ü.NN) sich die Giselawarte befindet.
Für uns ging es 7 Kilometer bergauf, wo immerhin 600 Höhenmeter bewältigt werden mussten. Nach der folgenden langen Bergabpassage war die Marathondistanz fast erreicht, aber bevor man sich versah, war schon der nächste steile Anstieg auf den Pöstlingberg (Berg Nr. 3) zu erklimmen.
Zieleinlauf mit Cheerleader
Nachdem wir dann wieder bergab unten an der Donau liefen, also am tiefsten Punkt des Rennens, fehlte nur noch eine der vier großen Steigungen, die zur Franz Josef Warte auf dem Freinberg...und die hatte es nochmal in sich. Auf nur einem Kilometer mußten 170 Höhenmeter bewältigt werden. Das war nur möglich, weil es 127 Stufen hinauf ging, was nach 49 gelaufenden Kilometern genau das war, was man sich kurz vor dem Ziel noch wünscht :-))
Oben angekommen waren es dann noch drei Kilometer bergab zum Ziel im Schillerpark in Linz. Also alles in allem ein super anspruchsvoller Lauf, der von Anfang bis Ende top durchorganisiert war. Auch an den Verpflegungsstellen gab es alles, was man sich bei einem Ultralauf nur wünschen kann. Im Zielbereich konnten Sauna und fachmännische Massagen genutzt werden, damit man für die Siegerehrung und Abschlußveranstaltung am Abend wieder fit war.
Wer also einen Bergultra sucht, bei dem es die richtige Mischung zwischen Natur, Kultur, Trails, knackigen Steigungen, aber auch mal Passagen auf Asphalt gibt, der ist in Linz genau richtig...
So
21
Aug
2011
Sachsenringlauf & Köterberglauf = 50 anspruchsvolle Kilometer im Doppelpack
Meine letzten beiden langen Laufeinheiten vor dem Linzer Berg(ultra)marathon am 27. August, hatten es nochmal richtig in sich.
Der Sachsenringlauf & der Köterberglauf, das waren (fast) 50 anspruchsvolle Kilometer innerhalb von 6 Tagen.
Der Sachsenringlauf in (um) Bad Driburg war ja jahrelang mein Trainingsgebiet, so dass ich jeden Anstieg etc. aus dem FF kannte.
Diese 21 Kilometer auf dem Sachsenring mit über 600 Höhenmetern, gehören für mich zu den schwersten und (deshalb) schönsten Halbmarathonläufen in Deutschland. Diesmal war durch den strömenden Regen und eine teilweise sehr matschige Strecke der Schwierigkeitsgrad noch erhöht, was den Spaßfaktor aber auch zusätzlich in die Höhe trieb. Mit 1:37 h war ich dann im Ziel auch etwas schneller, als ich eigentlich wollte.
Auch das Streckenprofil beim Köterberglauf versprach wieder einen Lauf, der keine Langeweile aufkommen lassen sollte. In der Vergangenheit bin ich den Köterberglauf zwar schon gelaufen, konnte mich aber nicht wirklich an die Strecke erinnern. Was ich
noch wußte, der Köterberg (auch der "Brocken" des Weserberglandes genannt), der der Veranstaltung seinen Namen gibt, mußte u.a. auf den 28 Kilometern bezwungen werden.
Auf der Strecke dann kamen die Erinnerungen schnell zurück, und ich kann im nachhinein diesen Lauf nur weiterempfehlen.
Wettertechnisch war diesmal auch mal wieder Sommer (so wie es sich für August gehört) und das Trikot wurde im Gegensatz zum Sachsenringlauf, mal nicht nur vom Regen naß. Auch beim Köterberglauf war ich wiedermal viel schneller als ich es geplant hatte (denn eigentlich wollte ich ganz locker laufen, was ich nur auf den letzten 5 km tat). Aber richtig langsam in einem Wettkampf laufen, ist auch nicht so einfach. Ob sich das am nächsten Samstag in Östereich rächen wird???...
Di
16
Aug
2011
New Ballance Minimus Trail - besser als barfuß!
Endlich ist er da: Der New Balance Minimus Trail ist seit ein paar Wochen auch in Deutschland erhältlich. Laut New Balance soll es „ der einzige minimalistische Schuh für das Laufen im Trail, der die Vorzüge des Barfußlaufens mit dem Schutz eines Lightweight-Trainers verbindet, inspiriert durch die Natur, verbessert durch die Wissenschaft“ sein. Ich habe den Minimus Trail 3 Wochen lang getestet und muß sagen: Ich hatte bisher bei keinem anderen Laufschuh ein so angenehmes minimalistisches Gefühl an den Füßen. Man spürt den Schuh fast nicht am Fuß und hat fast den Eindruck barfuß zu laufen.
Der New Balance Minimus Trail wurde mit Hilfe des Extrem- und Ultramarathonläufers Anton Krupicka entwickelt, der diesen auch auf langen Strecken, wie 100 Meilenläufe, einsetzt.
In Zusammenarbeit mit den Barefoot-Running-Experten von Vibram wurde die Außensohle des New Balance Minimus Trail entwickelt. Zusätzlich wurde noch eine ACTEVA Zwischensohle verbaut, die der minimalistischen Dämpfung dient. Dabei ist die ACTEVA-Zwischensohle leichter und gleichzeitig formstabiler als eine herkömmliche EVA-Zwischensohle. Zudem ist die Zwischensohle auch für die Sprengung von 4mm verantwortlich.
Der interessante Aufbau der Aussensohle verleit dem Minimus eine extreme Flexibilität und was auf den ersten Blick nicht den Anschein hat, der Minimus Trail hat auf allen Untergründen einen sehr guten Grip. Obwohl ich es noch nicht testen konnte, kann ich mir vorstellen, dass dieser Schuh auch gut im Winter einsetzbar ist.
Dieser Schuh ist etwas für geübte Läufer, die schon die entsprechende
Fußmuskulatur aufgebaut haben. Wer mit Minimal- oder Barfußschuhen noch keine Erfahrungen gemacht hat, sollte die Streckenlänge der ersten Läufe mit dem Minimus langsam steigern, denn die Fußmuskulatur ist es absolut nicht gewöhnt beim Laufen so viel Arbeit zu verrichten, und kann daher auch noch nicht die Stoßkräfte kompensieren, die durch die minimalistische Dämpfung z.B. auf die Knochen, den Rücken und die Hüfte einwirken. Nach einer gut dosierten Eingewöhnungsphase wird das später aber der Fall sein, auch bei längeren Läufen mit dem Minimus.
Barfußschuhe gibt es mittlerweile viele, aber der Minimus ist anders. Minimales Gewicht und eine sensationelle Paßform verleihen dem Schuh ein äusserst angenehmes Tragegefühl, so dass man den Minimus Trail, einmal am Fuß, gar nicht mehr ausziehen möchte.
Den New Balance Minimus gibt es auch noch in der Straßenvariante (Minimus Road) und für den Alltag (Minimus Life).
Mo
15
Aug
2011
Trailrunning - wenn Eintönigkeit und Langeweile beim Laufen keine Chance haben
Was ist eigentlich Trailrunning? "Trail" ist englisch und heißt "Pfad". Trailrunning bedeutet (für mich) Laufabenteuer pur. Beim Traillaufen sucht man die unbefestigten Wege, die Pfade, die sich durchs Unterholz schlängeln, auf denen man über Stöcke und Wurzeln springen muß und Ästen und Steinen ausweicht.
Oft wird Trailrunning als neumodischer Begriff abgetan, mit dem die Schuhindustrie nur einen neuen Absatzmarkt für Trailschuhe sucht, die eigentlich keiner braucht.
Das ist aber ein großer Irrtum, da verwechseln viele den ganz normalen Waldlauf mit Traillaufen. In einem Forum las ich neulich, wie über den angeblichen "Unsinn" von Trailschuhen diskutiert wurde. Ein User schrieb: "Trailschuhe sind überflüssig, den Rennsteiglauf und die 100 km von Biel kann ich auch mit ganz normalen Schuhen laufen." Dazu kann ich nur sagen: Der Rennsteiglauf hat mit Trailrunning soviel zu tun wie der Berlin Marathon mit einem Berglauf (von Biel ganz zu schweigen).
Warum macht Trailrunning so viel Spaß? Es bringt Abwechslung ins Lauftraining und es hat zudem auch einen hohen Trainingseffekt. Kraft, Schnelligkeit und Koordination werden ganz besonders bei dieser Art des Laufens geschult.
Ich bin seit vielen Jahren ein absoluter Fan des Traillaufens, auch in Wettkämpfen sind die Läufe im Gelände mein Favorit und ich glaube, wer es einmal probiert hat, weiß schnell die Vorteile zu schätzen.
Monotones Laufen auf ebenen Untergründen birgt ein hohes Verletzungsrisiko in sich, was viele ersteinmal dem Trailrunning zuschreiben würden. Durch monotones Laufen können schnell Überlastungsschäden entstehen, wo wiederum beim Trailrunning durch die ständig wechselnden Laufuntergründe und der Profilierung der Strecke, immer wieder die Schrittlänge und das Lauftempo variieren, und dadurch die Sehnen und die Muskulatur nicht monoton belastet werden.
Ganz wichtig ist beim Trailrunning: So schön die Landschaft auch sein mag, behalte immer den Boden im Auge und auch die nähere Umgebung. Immer 2-3 Schritte vorausdenken: Wo geht es weiter? Wo kann ich den Fuß aufsetzen? Also vorausschauend laufen, Füße heben und konzentriert sein.
Traillaufneulinge werden es merken, nach einigen Wochen Training im Gelände werden Muskeln und Sehnen gestärkt und die Gelenke werden wirksamer entlastet.
Auch mental bietet diese Trainingsform eine herrliche Abwechslung zu den oft eintönigen Trainingsläufen auf Asphalt. Wer also die Möglichkeit dazu hat, sollte die Trails in seiner Umgebung auch ins alltägliche Trainingsprogramm einbauen, denn der Faszination des Trailrunning kann sich kaum ein Läufer entziehen. Insider behaupten: Wer einmal an einem der großen Bergläufe z.B. in den Alpen teilgenommen hat, will nie mehr zurück auf die Straße.
Dann wünsche ich mal: HAPPY TRAILS allerseits!!!
Do
11
Aug
2011
Newton Neutral Racer: Ein wirklich guter Laufschuh, aber Kundenservice = 0!!!
Von dem Zeitpunkt an, wo ich den Newton Racer an den Füßen hatte, war ich begeistert. In Deutschland ist die Firma Newton noch relativ unbekannt, aber immerhin half dieser Schuh Natascha Badmann, einen Weltrekord beim Ironman 70.3 im Jahr 2007 zu laufen und Craig Alexander lief im Newton Racer zum Hawaii-Sieg!
Der aussergewöhnliche Sohlenaufbau ist das Geheimnis der Newton Laufschuhe.
Mit den vier länglichen Gummiblöcken (actuator lugs) unter dem Ballen wirkt der Schuh auf dem ersten Blick etwas merkwürdig, fühlt sich auch zuerst so an, aber beim Laufen stören diese Gummiblöcke dann nicht, denn sie versenken sich beim Aufprall in die Sohle und wirken so als Dämpfungselement.
Der Newton wurde speziell für Vorfußläufer entwickelt, er soll sogar das Vorfußlaufen provozieren. Bestätigen kann ich, dass ich nach Wettkämpfen deutlich
weniger muskuläre Probleme hatte, als mit anderen Laufschuhen. Ich benutzte den Newton Racer nur für Wettkämpfe und ich kam mit ihm sehr gut zurecht. Allerdings viel mir schon nach 2-3 Einsätzen auf, dass die Sohle einen hohen Verschleiß hat.
Nach ca. 140 km musste ich feststellen, dass die Aussensohle, insbesondere die gelben Gummibereiche (vorn sowie hinten) einen Abrieb von ca. 1 cm hatten. Das gelbe Gummi zerbröselte förmlich und konnte mit den Fingern abgezogen werden.
In den über 20 Jahren, die ich jetzt laufe, hatte ich weit über 100 Paar Laufschuhe im Gebrauch. Keiner dieser Schuhe hatte solch einen Sohlenabrieb, nicht mal nach der 10-fachen Kilometerleistung. Ich habe Newton dann davon in Kenntnis gesetzt, da ich zuerst an einen Materialfehler dachte. Leider nahm sich die Firma Newton der
"Reklamation" in keinster Weise an. Zuerst wurde mir gesagt: "Der Schuh kann so noch viele Kilometer gelaufen werden, und es ist kein Materialfehler."...und dann: "Du nutzt mit Deinem Laufstil leider die Vorteile des Schuhs kaum."
Das fand ich dann doch ein bißchen dreist und unprofessionell, da Newton meinen Laufstil ja nicht kennt und man muß auch kein großer Fachmann sein: Ein Laufschuh mit einer derart abgelaufenen Sohle, sollte nicht noch viele Kilometer gelaufen werden, der gehört einfach nur noch in die Tonne (wo er jetzt auch ist).
Als relativ unbekannter Laufschuhhersteller sollte man vielleicht ein bißchen mehr Kundenfreundlichkeit an den Tag legen.
Fazit: Der Newton Racer ist ein Superschuh und er liegt mit 179,-€ schon im relativ teuren Bereich. Um Gewicht zu sparen, verzichtet Newton auf einen Karbonaufsatz im Sohlenbereich, der den Abrieb verringern würde. Trotzdem sollte man mit einem Laufschuh schon ein paar Kilometer mehr zurücklegen können...als nur magere140.
Mo
08
Aug
2011
Matt Carpenter
Seit 1986 ist Matt Carpenter einer der bekanntesten Trailläufer der USA und einer der besten "high altitude" Bergläufer der Welt. Der heute 48-jährige hat eine eindrucksvolle Erfolgsbilanz.
Allein 17 x gewann er am Pikes Peak, davon 11 x Marathon und 6 x Halbmarathon (nur hoch), wo er auch alle Streckenrekorde hält. Der Marathon und der Halbmarathon auf den Pikes Peak finden immer an zwei aufeinander folgenden Tagen statt. 2001 und 2007 gewann Matt Carpenter sogar beide Läufe.
Alle Wettkämpfe, die Matt Carpenter seit 1984 bestritten hat, die vielen, vielen Siege und Streckenrekorde, seine Titelseiten auf Laufmagazinen, Interviews und Reportagen, kann man sich auf seiner Webseite anschauen.
Carpenter ist u.a. auch der Weltrekordhalter im Marathon in extremer Höhe:
2:52:57 h at 14,350' (4374 m) und 3:22:25 h at 17,060' (5200 m).
Als man seine unglaublichen Leistungen in der Höhe ergründen wollte, wurde bei Matt Carpenter am 13.9.1990 im Olympic Training Center in Colorado Springs ein VO2 max
von 90,2 gemessen. Das ist der höchste Wert, der jemals bei einem Mensch gemessen wurde. Normal ist bei Nichtsportlern 44 - 51, bei Leistungssportlern 60 - 80.
Seit vielen Jahren wohnt Matt Carpenter mit seiner Frau Yvonne und Tochter Kyla in Manitou Springs/Colorado am Fuße des Pikes Peak, wo er optimale Trainingsmöglichkeiten hat.
Seine Marathon-Bestzeit stellte er 1992 in Houston mit 2:19:44 h auf, womit er sich für die US-Olympiaausscheidung im Marathon qualifizierte.
Mit einer so langen Karriere, mit Siegen und Rekorden von 1986 bis heute, ist Matt Carpenter der wohl erfolgreichste Skyrunner der Welt.
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So
07
Aug
2011
Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?
Um es gleich vorweg zu nehmen, der Schwarze Mann ist mit 697,3 m ü. NN der höchste Berg der Schneifel in Rheinland-Pfalz und der dritthöchste der gesamten Eifel.
Wo im Winter Skiläufer ihre Runden drehen, veranstaltete die SG Triathlon Prüm in diesem Jahr bereits zum achten Mal den Halbmarathon rund um den Schwarzen Mann, an dem ich gestern teilnahm.
Mein langjähriger Freund Manni hatte mich zu dem schönen Naturlauf direkt vor seiner Haustür eingeladen, und der Lauf passte haargenau in mein derzeitiges Trainingsprogramm.
Das Wetter am Wettkampftag war so, wie wir das aus diesem Sommer kennen, sehr läuferfreundlich.
Der Startschuß des Halbmarathon fiel am Blockhaus zum Schwarzen Mann, wo dann die ersten 700 m erstmal auf Asphalt zurückgelegt werden mussten, bevor dann nur noch Natur pur den Lauf bestimmte.
Der anfänglich leichte Nieselregen wurde im Laufe des Rennens zu stärkerem Dauerregen, so dass einige Passagen etwas rutschig waren, aber die Strecke trotzdem gut zu belaufen war.
Bis Kilometer 13 konnte man das Streckenprofil als wellig bezeichnen, wobei die Bergabpassagen länger waren als die Anstiege. So musste es notgedrungen ja irgendwann auch wieder hoch gehen. Die zweite Hälfte der Strecke war dadurch schwerer, was sich bitte rächte, wenn man sich die Kräfte falsch eingeteilt hatte.
Da der Name „Schwarzer Mann“ nichts mit der Kinderschreckfigur Der Schwarze Mann zu tun hat, sondern mit den schwarzen Gesichtern der Bergleute beim Abbau von Bleierz, brauchte man wenn überhaupt, nur noch Angst vor dem 8 Kilometer langen Schlußanstieg haben.
Mein Resümee: Die Eifel hat gehalten, was man von einem schönen Landschaftslauf erwartet und die Veranstaltung war hervorragend organisiert. Es gab nicht nur ausreichend (gut bestückte) Verpflegungsstellen auf der Strecke, auch das Problem mit den fehlenden Umkleide- und Duschmöglichkeiten auf dem Schwarzen Mann, hat man gut mit dem Aufbau von Zelten (inkl. Duschen) gelöst.
So konnte man zumindest die optischen Spuren, die der Halbmarathon hinterlassen hatte, sofort wieder loswerden. Der Muskelkater blieb bei dem Einen oder Anderen vielleicht etwas länger...
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Di
02
Aug
2011
Monthly Summary: July 2011
Wie ich gerade feststellen konnte, habe ich im vergangenen Monat ganz ordentlich trainiert. Um es genau zu sagen, so viel wie seit 10 Jahren nicht mehr.
Hier die Zahlen, die auch die gelaufenden Wettkampfkilometer enthalten:
Juli 2011
-Kilometer: 711 km
-Stunden: 63 h 05 min
-Höhenmeter: 12.762 HM
Das sind durchschnittlich 160 km, 14 h und 3000 HM in der Woche und 23 km, 2 h und 412 HM täglich.
Der schönste Lauf im Juli:
...war für mich ganz klar der Berglauf auf der thailändischen Insel Koh Larn.
Der schlechteste Lauf im Juli:
...war der Halbmarathon-Lauf beim Pattaya Marathon, wo es mir hundeelend ging und ich erst nach 1:57 h das Ziel erreichte.
Der schwerste Lauf im Juli:
...war der Lauf vom Pazifik zum Indischen Ozean in Thailand.
Mo
01
Aug
2011
In Bad Pyrmont und Vinsebeck läuft nicht nur das Wasser...
Die Bad Pyrmonter Heilquellen gibt es schon seit vielen Jahrzehnten, aber seit 1998 läuft in Bad Pyrmont nicht nur das Wasser, denn vor 13 Jahren wurde der Bad Pyrmonter Landschaftsmarathon ins Leben gerufen.
Die landschaftlich reizvolle und anspruchsvolle Strecke mit ca. 690 Höhenmetern führt durch das Weserbergland rund um Bad Pyrmont. Es handelt sich um einen Rundkurs, wobei einige Streckenabschnitte zweimal gelaufen werden.
Nachdem ich auf der Marathonstrecke und auch über 10 km schon mehrmals gestartet bin, habe ich mich dieses Jahr in Vorbereitung auf den Linzer Bergmarathon, für den Landschaftshalbmarathon in der Badestadt entschieden.
Die Laufstrecke hat einige anspruchsvolle Steigungen, so passte der Halbmarathon gut ins Programm, und wurde der erste von vier Halbmarathonläufen in 2 Wochen . Ein bißchen weniger Asphalt auf den Strecken in Bad Pyrmont wäre toll, aber man kann nicht alles haben.
Auf jeden Fall wären einige Bundesstrassen froh, wenn sie so schön neu asphaltierte Strassen hätten, wie teilweise der Wald in Bad Pyrmont.
Wie ich ja schon hier erwähnt hatte, waren die Wetterverhältnisse nicht gerade das, was man Ende Juli in Deutschland erwarten würde (oder vielleicht mittlerweile doch?). Auf jeden Fall herrrschte eigentlich Herbstwetter, was ja zum Laufen optimal war, aber die Palmen auf der Kurpromenade wirkten irgendwie deplatziert.
Nichtsdestotrotz hat es wieder viel Spaß gemacht durch die Wälder rund um Bad Pyrmont zu laufen.
Am nächsten Morgen wollte ich dann doch noch meinen Marathon an diesem Wochenende vollmachen, und lief einen zweiten Halbmarathon in Vinsebeck.
In Vinsebeck gab es die Parallele zu den Bad Pyrmonter Heilquellen mit dem bekannten Graf Metternich Brunnen...und hier läuft auch schon seit vielen Jahren nicht nur das Wasser, auch in Vinsebeck bin ich bei diversen Veranstaltungen in den letzten 20 Jahren schon oft gestartet.
Das Streckenprofil war auch hier so wie ich das mag, also so, dass keine Langeweile beim Laufen aufkommt, oder dass man schon nach der Hälfte der Distanz das Ziel des Halbmarathon sehen kann.
Auf der Strecke in Vinsebeck musste ich feststellen, dass ich nicht der einzige "Verrückte" an diesem Wochenende war, als ich einen Läufer bei Kilometer 5 überholte, den ich am Vortag in Bad Pyrmont auch überholt hatte...
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So
31
Jul
2011
Saucony Progrid Kinvara 2
Mein erster Eindruck, als ich den nur knapp 250 Gramm (Gr. US 11) leichten Kinvara 2 von Saucony an den Füßen hatte war, der fühlt sich aber gut an. Mit einer Sprengung (Höhenunterschied‘ zwischen Ferse und Vorfußbereich) von nur vier Millimetern hat der ProGrid Kinvara 2 einen äußerst flachen Aufbau.
Der Kinvara stammt aus Sauconys Angebot der sogenannten Zweitschuhe. Zweitschuhe sind nach Sauconys Philosophie flexible, leichte und dynamische Laufschuhe, die das bestehende Sortiment klassischer Laufschuhe ergänzen sollen. Der Kinvara ist nach Sauconys Positionierung der ideale Laufschuh für alle Läuferinnen und Läufer mit neutralem Abrollverhalten.
Was einem gleich ins Auge sticht, ist das auffällige, aussergewöhnliche aber durchaus gelungene Design des Kinvara.
Zu allererst testete ich den Kinvara dort, wo er sicherlich selten zum Einsatz kommen wird: Auf der Laufbahn eines grossen Kreuzfahrtschiffes, der "Celebrity Silhouette".
Von Anfang an war klar: Der Schuh sitzt perfekt am Fuß, das Material ist höchst flexibel und beim Laufen ist der Kinvara läußerst dynamisch im Abrollverhalten und vermittelt ein schnelles Tempogefühl.
Bei meinem 10 km Lauf an Bord der "Silhouette" hatte ich jederzeit ein gutes Gefühl und war vollends zufrieden.
Für den zweiten Lauf wählte ich mir einen Mix aus Asphalt, Wald- und Feldwegen, um die Tauglichkeit des Kinvara für diese Untergründe zu testen.
Die griffige XT-900 Außensohle machte auf allen Untergründen eine gute Figur und bot auch im Gelände eine hohe Traktion und Laufsicherheit.
Jetzt wollte ich nur noch wissen, wie macht sich der Schuh im Wettkampf.
Dafür wählte ich die anspruchsvolle Halbmarathonstrecke beim Bad Pyrmont Marathon aus.
Teilweise Regen und 14°C waren nicht gerade die Traumtemperaturen für einen Lauf am 30. Juli, aber so konnte ich die Schuhe auch gleich mal bei Nässe testen. Auch hier hatte ich durch den guten Grip der Sohle stets ein sicheres Laufgefühl, auch wenn der Untergrund mal etwas rutschiger wurde.
Da der Kinvara keine stützenden und führenden Elemente hat, ist er allerdings nur für Neutralfußläufer gedacht, die diesen dann allerdings auch für Strecken bis hin zum Marathon einsetzen können, obwohl der Kinvara kein reiner Wettkampfschuh ist.
Auch die Dämpfungseigenschaften kann man als äußerst angenehm bezeichnen, so dass mir der Kinvara bis jetzt viel Spaß bereitet hat...und ich ihn gerne wieder anziehen werde.
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Mi
27
Jul
2011
Berglauf auf der Insel Koh Larn
Die knapp zehn Kilometer vor Pattaya liegende Insel Koh Larn ist immer einen Tagesaufenthalt wert.
Bereits zum neunten Mal führte ich im Juli auf der kleinen Insel,die einiges zu bieten hat, einen Berglauf durch. Damit ist Koh Larn ganz klar die Insel in Asien, auf der ich die meisten Wettkämpfe hatte. Weltweit gesehen liegen noch 8 Karibikinseln auf denen ich mehr Läufe hatte, vor der kleinen thailändischen Insel.
Mit der stündlich fahrenden Fähre kann man sich für knapp einen Euro in 45 Minuten übersetzen lassen. Wir nahmen diesmal ein Speedboat, das in knapp der halben Zeit zur Insel fährt.
Wie man auf dem nebenstehenden Bild sehen kann, ist Koh Larn sehr bergig. Deshalb hat sich auch die Durchführung eines Berglaufes förmlich aufgezwungen.
Im Laufe der Jahre habe ich die Laufstrecke soweit optimiert, dass auch ein kleines Strandstück mit dabei ist, denn irgendwie gehört das einfach dazu, wenn man auf einer Insel läuft.
Berglauf auf Koh Larn 2010
Koh Larn ist 4 km lang und 2 km breit und hat ca. 1000 Einwohner, die fast alle in dem Hauptdorf der Insel, in Naban leben. Ausser viel bergiger Vegetation hat Koh Larn 6 weiße Sandstrände mit glasklarem Wasser. Es gibt natürlich auch Übernachtungsmöglichkeiten in kleinen Resorts und Gasthäusern auf der Insel, wenn man nicht nur einen Tagesausflug von Pattaya aus hierher unternehmen möchte. Wer die ganze Insel in kurzer Zeit entdecken und nicht alles zu Fuß machen möchte, kann sich für umgerechnet 4 € ein Moped mieten oder aber auch eines der vielen Motorradtaxis nutzen.
Berglauf auf Koh Larn 2011
Nach unserem 4 km Berglauf hat man es sich dann auch verdient am Traumstrand zu relaxen, zu schwimmen oder auch zu tauchen, denn Koh Larn ist auch bei Tauchern sehr beliebt.
Auf jeden Fall wird unser Berglauf auf Koh Larn eine Etappe des Thailand-Etappenlaufes 2012 sein, an dem ich gerade arbeite und den ich in Kürze hier vorstellen werde.
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Di
26
Jul
2011
Geoff Roes
Geoff Roes gehört zu den Top 10 der amerikanischen Ultraläufer.
Der 34-jährige feierte im vergangenen Jahr seinen bisher grössten Erfolg, als er den "Western States 100" in neuer Streckenrekordzeit gewann.
In diesem Jahr stieg Geoff Roes beim "WS 100" mit grossem Rückstand zur Spitze, nach 56 Meilen, vorzeitig aus.
Der in New York geborene Profi-Ultraläufer, der im Frühling und Sommer in Alaska wohnt und trainiert, verlegt im Herbst und Winter seinen Wohnsitz nach Colorado.
Wegen seiner beachtlichen Erfolge in den letzten Jahren, wo er viele Ultraläufe gewann, wurde Roes 2009 und 2010 zum "Ultrarunner of the year" gewählt.
Im folgenden Video ist Geoff Roes bei seinem "WS 100" - Sieg 2010 zu sehen:
Die 100 Meilen von Squaw Valley nach Auburn beim "Western States 100" 2010 finishte Geoff Roes in 15:07:04 h und verbesserte damit deutlich den alten Streckenrekord von 15:36:27 h, gehalten vom 7- fachen Sieger Scott Jurek.
Auch Anton Krupicka blieb als Zweiter mit 15:13:53 h noch weit unter dem alten Streckenrekord. Dritter 2010 war übrigens der diesjährige Sieger Kilian Jornet.
"Alaska ist ein Paradies für Trailläufer." meint Geoff Roes, und genau dort bereitet er sich gegenwärtig auf seinen Saisonhöhepunkt vor, dem "UTMB" (Ultra-Trail du Mont-Blanc®) im August 2011.
Der in Chamonix startende 167 km lange Ultralauf, gehört mit 9000 Höhenmetern zu den schwersten Rennen der Welt.
Mehr über Geoff Roes erfährst du auf seinem Blog.
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So
24
Jul
2011
Celebrity Silhouette: Schiffstaufe, Jungfernfahrt und Einweihung der Laufbahn auf hoher See
Es war selbst für mich als "alten Kreuzfahrthasen" absolut beeindruckend, als am 21. Juli in Hamburg der neue XXL-Luxusliner von Celebrity Cruises getauft wurde:
Die "Celebrity Silhuoette".
Die "Silhouette" gehört zur neuen Generation der XXL-Schiffe, ein Gigant mit Gardemaßen von 315 Metern Länge und 37 Metern Breite, mit 13 Passagierdecks und 1443 Kabinen für maximal 2886 Gäste sowie 1233 Besatzungsmitglieder. Sie ist übrigens das vierte von fünf baugleichen Kreuzfahrtschiffen, die für Celebrity Cruises, eine Tocher von Royal Caribbean Cruise Line, seit 2008 auf der Meyer-Werft in Papenburg an der Ems gebaut werden, allerdings das Erste, dass in Deutschland getauft wurde.
Die Taufpatin ist trotz des deutschen Taufortes eine Amerikanerin: Michelle Morgan, Geschäftsführerin und Präsidentin von Signature Travel Network, einer der größten Reisebüro-Vereinigungen in Nordamerika.
Ein neues Schiff lockt immer mit Besonderheiten - so auch die «Celebritiy Silhouette». Sie ist ein Schiff für Grillfans - mit dem Lawn Club Grill wird es den ersten Freiluft-Grillplatz an Bord eines Kreuzfahrtschiffes geben. Es sind aber noch elf weitere Restaurants an Bord. Außerdem gibt es sogenannte Alcoves an Deck, das sind einem Strandkorb nachempfundene Rückzugsorte für zwei bis vier Gäste. Passagiere auf der Suche nach Ruhe können außerdem einen «Hideaway» erklimmen, der einem Baumhaus nachempfunden ist.
Um es also kurz zu machen: Dem Gast wird während seines Aufenthaltes an Bord absoluter Luxus geboten. Das verstaubte Image von Kreuzfahrten, dass noch in vielen Köpfen ist, gibt es schon lange nicht mehr.
Wie schon auf dem Schwesterschiff «Celebritiy Eclipse» gibt es auch auf der "Silhouette" eine «iLounge» mit dem ersten offiziellen Apple-Store auf See. Und im Restaurant Qsine können Gäste mit dem iPad ihre Weine und Speisen bestellen. Auch gibt es wie auf den Schwesterschiffen einen Lawn Club mit 2000 Quadratmeter Echtrasen.
Nach der eindrucksvollen Taufe, ging es für die geladenen Gäste aus aller Welt auf die "all inclusive" Tauffahrt, zu der wir um 19 Uhr ablegten.
Alle Einrichtungen an Bord waren natürlich geöffnet, alles lief so wie auf einer "normalen" Kreuzfahrt, inklusive Live-Musik in verschiedenen Bars und grosser Abendshow.
Am nächsten Morgen weihte ich dann die Laufbahn der "Celebrity Silhouette" auf Deck 14 mit einem 10 km Lauf auf offener See ein. Die 200 m lange Laufbahn der "Silhouette" gehört zu den eher Kürzeren auf großen Kreuzfahrtschiffen, sie lässt sich aber gut und flüssig laufen. Mir war die Laufbahn ja schon vertraut durch unsere Läufe auf der baugleichen "Celebrity Equinox", mit der wir im Januar 2010 in Mittel- und Südamerika auf Laufkreuzfahrt waren.
Nach der Tauffahrt startete die "Celebrity Silhouette" zu ihrer offiziellen Jungfernfahrt, in sieben Tagen von Hamburg über Barcelona nach Rom/Civitavecchia.
Im Herbst geht es dann über den Atlantik in die Karibik, wo die "Silhouette" bis zum Frühjahr 2012 unterwegs sein wird.
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Di
19
Jul
2011
Pattaya Marathon - Laufen unter der Schirmherrschaft des Königs
Der Pattaya Marathon ist eine der grössten Laufveranstaltungen Thailands und in diesem Jahr war ich bereits das achte Mal dabei.
Wie immer hatte man die Wahl zwischen Full- (42,195 km), Half- (21,1 km) oder Quartermarathon (10,55 km). Die glatten 10 km sind in Thailand eine selten gelaufene Distanz.
Fast jährlich wird in Pattaya Start, Ziel und Streckenführung (warum auch immer) geändert. In diesem Jahr war der Start- und Zielbereich auf der Beachroad sehr attraktiv gelegen, die Marathonstrecke dagegen, mal abgesehen von den Abschnitten entlang des Jomtien-Beach und der Bucht von Pattaya nicht ganz so interessant, da der grösste Teil der Strecke auf einem Highway (mit Wendepunkt) immer gerade aus ging. Naja, vielleicht wird man hier von der Natur auch ein bißchen verwöhnt, denn immerhin war der Mittelstreifen des Highways mit Palmen bepflanzt, was man sich dann wieder in Deutschland auf irgendeiner öden Strecke wünschen würde.
Der Pattaya Marathon wurde zum wiederholten Male unter der Schirmherrschaft des thailändischen Königs Bhumipol, der von von seinem Volk in höchstem Maße verehrt wird, durchgeführt.
Der Marathonstart ist bereits früh um 4:30 Uhr, so kann man auch als 4 h+ Läufer zum Frühstück wieder "zu Hause" sein, und hat noch was vom Tag :)
Nach meinem Mammut- (Lauf) Programm der letzten beiden Wochen, musste für mich diesmal der Halbmarathon reichen, so konnte ich auch eine halbe Stunde länger schlafen, weil ich "erst" um 5 Uhr starten musste, vor allem ersparte ich mir aber knapp 20 km Highway ;-)
Die umgerechnet ca. 5000 € Prämie für den Sieger und die vielen weiteren Geldpreise, lockten wieder neben vielen asiatischen Spitzenläufern und Läufern aus Osteuropa, auch die zweite (eher dritte) Garnitur Kenias an den Golf von Thailand.
Schon 2010 gewann mit Julius Kiplono Masai ein Läufer aus Kenia in 2:23 h.
Auch in diesem Jahr war Kenia mit 6 Läufern unter den ersten 10 wieder die stärkste Nation.
Mit zwei Minuten Vorsprung gewann diesmal Lawrence Kiptoo Saina in 2:21:03 h, dessen persönliche Bestzeit bei 2:09:53 h liegt.
Also selbst die Spitzenläufer verlieren auf dieser nicht einfachen Marathonstrecke (mit über 200 HM) mehr als 10 Minuten auf ihre Bestzeit, was bei einem 3:30 h-Läufer schnell mal eine halbe Stunde und mehr sein kann.
Hinzu kommen dann noch die steigenden Temperaturen...
Wenn die Spitzenläufer schon lange im Ziel sind wird es immer wärmer, da mittlerweile die Sonne aufgegangen ist, was ein weiterer Nachteil für die zu erreichende Laufzeit der Hobbyläufer ist.
Aber jeder der in einem tropischen Land zum Marathon antritt, weiß worauf er sich einlässt bzw. sollte es wissen.
In diesem Zusammenhang kann man mal die vorbildliche medizinische Versorgung bei der Veranstaltung erwähnen. In regelmässigen Abständen standen Krankenwagen an der Laufstrecke für den Notfall bereit..
Den grössten Teil der Strecke läuft man ohne große Anteilnahme von laufbegeisterten Zuschauern, also wer nicht ständig Rasseln, Pauken und Trompeten braucht, wird sich auf diesem Marathon gut aufgehoben fühlen.
Wo ich am Jomtien Beach noch sah, wie teilnahmslose Zuschauer von Läufern zum Anfeuern aufgefordert wurden (was sie dann sogar taten), sah die Stimmung auf der Beach Road dann schon ganz anders aus.
Laufen ist in Asien schon lange kein Männersport mehr. Die Frauenquote beim Pattaya Marathon war auch diesmal wieder erstaunlich hoch.
Was ich aber am bemerkenswertesten fand (und ich konnte es leider nicht im Bild festhalten), war wie die Gesamtdritte im Marathon, die 42,195 km barfuß gelaufen ist. Das sieht man (zumindest im Spitzenbereich) nur noch sehr selten bzw. gar nicht mehr.
Wenn man dann nach vielen schweisstreibenden Kilometern das Ziel erreicht hat, wurde man herzlich empfangen. Und hier möchte ich noch einmal die perfekte Organisation hervorheben, ich hatte ja schon an anderer Stelle über die professionelle Durchführung thailändischer Laufveranstaltungen geschrieben.
Die Streckenverpflegung alle 2,5 km setzt man ja bei diesem Klima voraus, aber das was bei uns die sogenannte Pastaparty ist, wird hier mit vielen verschiedenen Gerichten und Früchten am Vorabend celebriert.
Auf der Bühne lief dazu ein Showprogramm mit thailändischen Tänzerinnen und man musste aufpassen, dass man bei dem grossen Angebot nicht zuviel aß, nur eine Nacht vor dem Wettkampf.
Jeder Teilnehmer hatte vier Gutscheine, ich brauchte davon nur zwei und hatte richtig gut gegessen.
Am Wettkampftag sah es dann im Ziel nicht anders aus, Getränkestände (auch mit isotonischen Getränken) und viele Essensstände, die glaube ich für jeden Geschmack etwas zu bieten hatten...und alles im Startgeld inbegriffen. Auch 6 Stunden nach dem Start konnte man sich dort noch bedienen.
Wie hoch ist eigentlich das Startgeld??? Da ich hier für einen thailändischen Verein gestartet bin, habe ich nur umgerechent ca. 9 € bezahlt (inklusive waren auch noch ein Laufshirt und eine Sporttasche, und im Ziel dann natürlich die Finishermedaille).
Für einen Ausländer kostete der Start beim Pattaya Marathon ca. 23 €, und ich finde,das ist bei der gebotenen Leistung ein absolutes Schnäppchen...
Und dann natürlich die Siegerehrung, ein Highlight und als solches auch celebriert, und vor allem nicht nur für die Spitzenläufer. Hier in Thailand werden immer alle Altersklassen geehrt, so wie es auch sein sollte.
In jeder Altersklasse bekamen die ersten 6 (auf allen Distanzen) beim Pattaya Marathon Pokale und Geldpreise.
Wir werden im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder ein Laufcamp in Verbindung mit dem Pattaya Marathon anbieten. Außerdem ist gerade ein Etappenlauf in Thailand in Planung, wo es u.a. nach Chiang Mai in den Norden gehen wird, nach Bangkok, an den Golf von Thailand und nach Koh Samui.
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Fr
15
Jul
2011
Mit SKINS - komplett komprimiert
Der australische Hersteller SKINS hat sich auf Kompressionsbekleidung spezialisiert und kann auf eine langjährige Erfahrung im Sportbereich zurückblicken.
Nachdem ich vor 3 Jahren den Ganzkörper-Anzug (Longtight + Longshirt) einem zufriedenstellenden Härtetest bei einem Etappenlauf in Dubai und Umgebung unterzog, habe ich jetzt die Shorttight und das Kurzarmshirt getestet.
Vor allem durch das eng anliegende Shirt fühlt man sich erstmal wie in einem Neoprenanzug, was aber nicht unangenehm ist, das Shirt sitzt wie eine zweite Haut.
Schon wenn man ein Teil von SKINS in den Händen hält, spürt man, dass es sich gut anfasst, und man sieht die professionelle Verarbeitung eines hochwertigen Materials: Das verbreitet schonmal Vertrauen!
An- und Ausziehen des Shirts dauert etwas länger als bei einem gewöhnlichen T-Shirt, aber nach einiger Übung ist das dann kein Problem mehr.
Bei der Tight ist die gefühlte Kompression etwas weniger, aber schnell merkt man, dass die Oberschenkelmuskulatur beim Laufen nicht mehr so vibriert. Der gesamte Körper hat spürbar mehr Stabilität.
Die Kurztight und das Shirt unterzog ich auch gleich mal einem Wettkampftest über 10 km. Ich fühlte mich dabei sehr wohl, wusste allerdings nicht, wie es bei einer längeren Strecke aussehen würde.
Um dies herauszufinden sollte ich schon zwei Wochen später die Gelegenheit haben.
Thailand 2011
Bei meinem Lauf vom Pazifik zum Indischen Ozean, 120 km quer durch Thailand, konnte ich SKINS auf Herz und Nieren prüfen.
Bei diesem langen Lauf durch die Nacht, wo ich allerdings nur die Shorttight anhatte, war ich absolut begeistert.
Wer schon einmal unter solchen klimatischen Bedingungen gelaufen ist, weiss dass man literweise Schweiss verliert...was aber kein Problem für die Tight war. Die Feuchtigkeit wurde super nach aussen abtransportiert, so dass ich immer ein trockenes und angenehmes Gefühl hatte. Neben der Wärmeregulierung bei hohen Temperaturen, hat SKINS auch seine Textilien mit einem beeindruckenden UV-Schutz von 50+ ausgestattet.
Die SKINS-Compression ist so entwickelt, dass sie den richtigen Oberflächendruck auf bestimmte Körperteile ausübt. Dadurch wird die Blutzirkulation verbessert und mehr Sauerstoff in die aktiven Muskeln transportiert. Die erhöhte Blutzirkulation hilft gegen den Aufbau von Milchsäure und verbessert gleichzeitig die Versorgung der Muskulatur. Soweit die Theorie, erhärtet sich das aber auch in der Praxis?
Ich bin von Kompression bei Sportbekleidung überzeugt und habe dadurch natürlich einen mentalen Vorteil, aber probiert es einfach mal aus. Lasst euch überzeugen, dass SKINS wirklich Funktion anbietet, und schaut nicht nur auf den zuerst etwas hocherscheinenden Preis.
Andererseits glaube ich auch nicht, dass absolute Kompressionsgegner, SKINS-Produkte testen werden...schade eigentlich!
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Di
12
Jul
2011
Der Lauf vom Pazifik zum Indischen Ozean
Wir waren gerade auf Koh Tao, einer der schönsten thailändischen Inseln, wo ich am nachmittag meinen 100. Inselwettkampf gelaufen war, und tranken ein eiskaltes Bier bei Sonnenuntergang am Sairee Beach.
Morgen früh noch ein lockerer Strandlauf, dachte ich, ansonsten war ja nichts weiter geplant, bevor es dann am nachmittag wieder zurück nach Pattaya ging...
Ich ahnte nicht, was da noch auf mich zukommen sollte, als Mark mich erst beiläufig auf meine Ultralauf-Pläne ansprach.
Nach einer kurzen Plauderei sagte er: "Ich hab' da eine Idee!"
Zuerst dachte ich er scherzt, als er vorschlug, wir könnten vom Pazifischen- zum Indischen Ozean laufen, nonstop...nur wir beide.
Natürlich nicht irgendwann, sondern irgendwann MORGEN!
Mark kenne ich jetzt über 15 Jahre, und so wusste ich sofort: Der meint das durchaus ernst.
Mark erzählte mir, dass jedes Jahr ein Staffellauf an dieser schmalen Stelle des thailändischen Festlandes stattfindet, das "Ocean to Ocean Relay Running", wo verschiedene Staffeln mit 8 Läufern versuchen, die 120 km lange Srecke von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu bewältigen.
Warum also nicht wir beide, und dafür aber von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang?
Mark sagte aber gleich, dass sich die Kilometer etwas zu meinen Ungunsten verteilen würden... und mir schossen so viele Fragen durch den Kopf, vor allem: Bin ich dazu überhaupt schon wieder in der Lage, die ganze Nacht durchzulaufen, dann noch bei diesem Klima? Ok, zur Not könnten wir das Ganze abbrechen und mit dem Auto weiterfahren...oder: Warum sollte ich das überhaupt tun? Weil es einfach eine Herausforderung ist?, Weil man dazu nicht jeden Tag die Gelegenheit hat? oder, Weil ich die Kilometer eh brauche?!
Jedenfalls ein Bier später saß ich allein am Sairee Beach, Mark war verschwunden, zum Telefonieren...er musste einiges organisieren.
Am frühen Sonntag abend brachte uns das Speedboat dann ans Festland nach Chumbhon, wo schon "Mr. Ed" mit seinem Pickup auf uns wartete...
Nachdem wir Unmengen an Getränken etc. gekauft hatten, die wir dann auch brauchen sollten, startete ich um Punkt 20:00 Uhr am Golf von Thailand (der genau genommen zum Pazifik gehört) unseren Lauf durch die Nacht.
Die ersten zwei Stunden lief ich durch, immer darauf bedacht, nicht schneller als 6 min/km zu werden. Danach war ich aber auch froh, dass ich mal mit dem Auto mitfahren konnte. Mark lief eine Stunde, dann war ich wieder dran.
Wir wechselten uns in unregelmässigen Abständen mit dem Laufen ab, so dass immer einer von uns auf der Strecke war.
So liefen wir durch die thailändische Nacht auf einer unspektakulären Strecke mit schier endlos scheinenden Geraden. Spektakulär an diesem Lauf war einzig und allein der Start- und der Zielpunkt: Zwei verschiedene Ozeane, nur getrennt durch eine schmale Landzunge, die dann allerdings beim Laufen gar nicht mehr so schmal erschien.
Aber wir ließen es locker angehen, die Zeit war egal, wir wollten einfach nur ankommen. Nach 14:06 h war es dann soweit, die Andaman Sea, die zum Indischen Ozean gehört, lag vor uns...und es war irgendwie ein schönes, um nicht zu sagen, ein grandioses Gefühl, etwas getan zu haben, das so viele Menschen nicht nachvollziehen können, andere sogar bescheuert finden, was aber für mich persönlich ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird.
Wir waren in nur einer Nacht vom Pazifischen zum Indischen Ozean gelaufen...
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So
10
Jul
2011
100 Wettkämpfe auf 100 verschiedenen Inseln
Der Mensch soll ja irgendwie ein Jäger und Sammler sein bzw. soll das Sammeln uns Menschen im Blut liegen. Bei mir hatte ich das bisher nicht bemerkt, wenn man mal davon absieht, dass ich als Kind kurzzeitig Briefmarken gesammelt habe.
Dass ich einmal Inselläufe sammeln werde, wäre mir im Traum nicht eingefallen.
Ich habe es auch immer abgelehnt meine gelaufenen Marathon zu zählen (geschätzt ca. 200), da ich nicht in eine Situation kommen wollte, wo man ständig den Druck hat Marathon laufen zu müssen...
Zum Inselläufer bzw. -sammler bin ich dann aber tatsächlich wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Ohne auch nur jemals von dieser Sammelleidenschaft gehört zu haben, wurde ich vor Jahren gebeten, doch mal die Inseln zu zählen, auf denen ich schon einen Wettkampf bestritten hatte.
Auch aufgrund meiner vielen Karibik-Etappenläufe kam ich auf Anhieb auf 31 Inseln, was mir sofort die Führung in der Inselläufer-Bestenliste einbrachte.
Ich muss zugeben, dass von da an eine kleine Sammelleidenschaft in mir geweckt wurde, sowohl Inseln an sich für mich schon immer etwas faszinierendes hatten.
So schaute ich bei der Auswahl meiner Wettkämpfe des Öfteren darauf, ob der Lauf auf einer Insel stattfand.
Plötzlich wurde mir erst bewusst, dass so manches Fleckchen Erde eine Insel ist, wo man es vorher nicht geahnt hätte...oder was für grosse Inseln auch in deutschen Flüssen liegen, wie z.B. Harriersand in der Weser (wo es sogar einen Marathon gibt).
Nachdem 1994 mit der Karibikinsel Aruba alles begann, feierte ich mit dem Syltlauf 2008 dann das erste runde Jubiläum auf Deutschlands wohl bekanntester Insel: Die Nr. 50 war geschafft!
Dass ich schon gut 3 Jahre später die "100" vollmachen würde, hätte ich damals natürlich nicht gedacht.
Aufgrund meiner vielen Laufkreuzfahrten hat sich das Alles aber ganz ohne Stress fast von selbst ergeben.
So flog ich nun Anfang Juli mit 98 Inseln im Gepäck zum Laufcamp nach Thailand, wo bei zwei Wettkämpfen auf den Inseln Koh Phangan und Koh Tao die Nr. 99 und 100 meine Inselsammlung zur dreistelligen Zahl vervollständigten.
Ich kann heute beim besten Willen nicht mehr sagen, welcher Insellauf von allen der Schönste war. Aber um nur einige zu nennen, an die ich besonders schöne Erinnerungen habe, wären da Puerto Rico, St. Lucia, Grenada, Singapur...(und natürlich noch so viele mehr).
Ein ganz besonderes Erlebnis war sicherlich auch der Lauf von der Nordseeinsel Neuwerk nach Cuxhaven, der praktisch auf dem Meereboden stattfindet.
Auf unserer Erde gibt es unzählige Inseln, allein Indonesien hat über 7000 davon. Es gibt also noch so viele Möglichkeiten, meine Insellaufsammlung zu vergrössern...
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Do
07
Jul
2011
1000 Höhenmeter = 3 Liter
Um es gleich vorweg zu nehmen, die Gleichung beruht auf einer gefühlten Schätzung und ist nicht wissenschaftlich begründet.
Allerdings die Richtigkeit der linken Seite ist per GPS abgesichert, wobei hier die Zahl bei einer gefühlten Schätzung weit höher ausgefallen wäre.
Nun aber zur Sache:
Da unsere Laufcamp-Teilnehmer heute nachmittag trainingsfrei hatten (weil es morgen auf "Reisen" geht), dafür die Meisten als Alternative mit dem Rad unterwegs waren...wollte ich natürlich auch nicht faul sein bzw. durfte es nicht, da ich schon beim Blick aus dem Fenster daran erinnert wurde, wofür ich gerade trainiere:
Und da in dieser Woche die Anzahl der trainierten Höhenmeter noch sehr übersichtlich war, wollte ich dafür heute mal richtig was tun.
Zum höchsten Punkt Pattayas kann man immer und immer wieder auf einer 750 m langen Runde gelangen, und dabei jedesmal 45 Höhenmeter zurücklegen:
Das Höhenprofil gibt eigentlich nicht die "Wand" wieder, die man auf jeder Runde hoch muß. Egal, auf jeden Fall hatte ich mir (wenn schon, denn schon) 1000 Höhenmeter! vorgenommen.
Nach 10 Runden, was noch nicht mal die Hälfte des Tageszieles bedeutete, war ich schon total platt, aber genau das sind die Situationen, die du irgendwann bei jedem Ultralauf erlebst...und genau das trieb mich weiter.
Bei jedem neuen Anstieg hatte ich wieder das Ziel, die tolle Aussicht (siehe Foto) für wenige Augenblicke zu geniessen, bevor es wieder abwärts ging.
Zugegeben, die tolle Aussicht "genoss" ich von Runde zu Runde immer ein bißchen länger.
Geschätzte drei Liter schwitzte ich während der Tortour aus, aber nach 23 Runden auf und ab, war es dann geschafft.
Gut 17 Kilometer mit über 1000 Höhenmeter in 1:46 Std. bei 34°C, ist eine nicht ganz so schlechte Trainingseinheit.
Trotz Getränkestation alle 750 m am "Gipfel", heisst es jetzt den Flüssigkeitshaushalt meines Körpers wieder zu normalisieren.
Auf jeden Fall habe ich mir heute ein Singha-Bier (vielleicht werden es auch zwei) unter Palmen (mit Blick auf die Bucht von Pattaya) verdient.
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Di
05
Jul
2011
Björn Grass-Laufcamp in Thailand
In den letzten 17 Jahren war ich sicher annähernd 50-mal in Thailand zum Laufen.
Warum?...weil Thailand für mich eine der besten Laufszenen der Welt hat.
Der riesige Aufwand der bei Laufveranstaltungen im "Land des Lächelns" betrieben wird, ist mit Läufen in anderen Ländern nicht vergleichbar.
Oft dachte ich beim Anblick der Größe der Bühne, die für die Siegerehrung aufgebaut wurde, hier geben gleich die "Rolling Stones" ein Konzert.
Die vielen Pokale auf der Bühne (meist Platz 1-6 jeder Altersklasse) holten mich dann schnell wieder in die Realität zurück.
Auch für unsere Laufcamps ist Thailand wegen seines guten Preis- Leistungsverhältnisses und natürlich wegen der tollen Trainingsmöglichkeiten, ein idealer Standort.
In den letzten Jahren haben wir den Pattaya-Marathon, der immer Mitte Juli stattfindet und mittlerweile eine grosse internationale Laufveranstaltung ist, mit unserem Laufcamp verbunden...so auch in diesem Jahr.
Zwei Trainingseinheiten und ein abendlicher Workshop stehen täglich auf dem Programm.
Die Teilnahme ist natürlich freiwillig, denn der Spass und eine gute Urlaubsatmosphäre stehen bei uns immer im Vordergrund.
"Man kann, muss aber nicht", dieses Motto hat sich bei all unseren Laufreisen bestens bewährt.
So haben wir neben den individuellen Ausflügen auch immer eine odere mehrere Inseltouren im Programm unserer Laufcamps hier in Thailand, wo wir dann einen organisierten Wettkampf durchführen, bevor dann am Traumstrand relaxt wird.
Des Öfteren höre ich: "In Thailand ist es doch viel zu heiß, da kann man doch nicht laufen".
Natürlich kann man und es macht sogar einen Riesenspass. Wir trainieren ja frühmorgens, wo es noch angenehm "frisch" ist, und dann erst wieder am Abend, wenn die Tageshitze einer frischen Brise weicht.
Zugegeben, man schwitzt beim Laufen, aber ist das nicht besser als frieren???...
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So
03
Jul
2011
Ready for Take-Off!
Auch die zweite Trainingswoche ist geschafft.
Aufgrund meines gleich startenden Fluges nach Bangkok, bekommt mein Körper (zumindest Teile davon) etwas Zeit zum regenerieren, da ja zwei Laufeinheiten ausfallen müssen.
Allerdings muss ich sagen, dass mir das Training in der letzten Woche schon deutlich leichter gefallen ist (Muskeln sind sehr lernfähig, leider vergessen sie aber auch schnell wieder).
In den nächsten 14 Tagen wird es durch die klimatischen Bedingungen beim Laufcamp in Thailand schwer genug werden, und was mir besonders fehlen wird, sind die Trails.
Ansonsten werde ich aber alles vorfinden, was das Läuferherz begehrt...und vor allem endlich Sommer haben ;)
Ich liebe es in der Hitze zu laufen... und werde natürlich davon berichten.
Hier meine Trainingswoche vom 27. Juni - 3. Juli 2011:
Mo-AM: 9 km (0:50) flach
Mo-PM: 18 km (1:52) 610 HM
Di-AM: 8 km (0:42) flach
Di-PM: 21 km (2:01) 810 HM
Mi-AM: 8 km (0:40) flach
Mi-PM: 16 km (1:20) 520 HM
Do-AM: 9 km (0:48) flach
Do-PM: 26 km (2:19) 780 HM
Fr-AM: 8 km (0:42) flach
Fr-PM: 16 km (1:14) 410 HM mit dem Talon 190
Sa-PM: 15 km (1:04) flach (inkl. 9,8 km in 0:38 min in Gehrde)
So-AM: 7 km (0:33) flach
Total
-Kilometer: 161 km
-Stunden: 14 h 05 min
-Höhenmeter: 3130 HM
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Sa
02
Jul
2011
Kilian Jornet
Kilian Jornet Burgada stammt aus den spanischen Pyrenäen und zählt zu den weltweit besten Trailläufern.
Vor wenigen Tagen gewann Kilian Jornet, als jüngster Sieger überhaupt, den "Western States 100", den bekanntesten 100 Meilenlauf der Welt.
Der Spanier, wenn auch erst 23 Jahre alt, hat bereits eine lange und erfolgreiche Karriere hinter sich.
Schon als kleines Kind tobte er sich an den Bergen der Pyrenäen aus, die er dann bereits mit 10 Jahren zu Fuß durchquerte.
Auf Skier stand er schon im Alter von 2 Jahren.
1999 (mit 12) begann Kilian Jornet mit Skibergsteigen, 2000 bestritt er seinen ersten Wettkampf und seit 2003 ist er Mitglied der spanischen Nationalmannschaft im Skibergsteigen.
2008 sowie 2009 gewann Jornet den renommierten „Ultra Trail Du Montblanc UTMB“ und 2010 wurde er Weltmeister im Sky Running. Zudem hält er die Speedrekorde u.a. für eine Überquerung der Pyrenäen, die Besteigung des Kilimanjaro und – seit ein paar Wochen – des Mount Olympus in Griechenland.
Kilian Jornet hat einen vollen Terminkalendar, er eilt von einem Wettkampf zum Nächsten und von Sieg zu Sieg.
Im Alter von 23 Jahren, wo andere noch gar nicht mit dem Ultralauf begonnen haben, hat Kilian Jornet schon die grössten und schwersten Ultraläufe der Welt gewonnen, ist außerdem Weltcupsieger, mehrfacher Welt- und Europameister im Skibergsteigen und Trailrunning.
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Fr
01
Jul
2011
Scott Jurek
Scott Jurek ist einer der besten Ultraläufer der Welt und vor allem bekannt geworden, durch die mehrfachen Siege bei ganz grossen Ultraläufen.
1973 in Proctor/Minnesota geboren, begann Scott Jurek schon als Kind mit dem Trailrunning.
Im Alter von 20 lief Scott seinen ersten Ultralauf, den "Minnesota Voyager 50 Mile", und wurde auf Anhieb Zweiter.
Aber "erst" 5 Jahre später begann die einzigartige Erfolgskarriere von Scott Jurek, als er beim "Western States 100" startete, und sich als jüngster Sieger aller Zeiten beim ältesten und bekanntesten 100 Meilenlauf, in die Siegerlisten eintrug.
Auch in den kommenden Jahren war Scott Jurek nicht zu schlagen, so dass er den "WS 100" sage und schreibe siebenmal hintereinander gewann.
Aber auch einen anderen berühmten Ultralauf, den "Badwater Ultramarathon", ein Lauf über 135 Meilen (217 km), der zu den schwersten Ultraläufen überhaupt zählt, gewann Scott Jurek 2005 und 2006.
Gestartet wird in Badwater im Death Valley auf 85 m unter dem Meeresspiegel. Im Verlauf des Rennens müssen die Läufer einen kumulativen Höhenunterschied von über 4000 m überwinden, das Ziel befindet sich am Whitney Portal auf 2530 Meter Höhe am Mount Whitney in Kalifornien.
Scott Jurek nach seinem 2. Platz bei den Weltmeisterschaften im 24 h -Lauf 2010. Scott Jurek Twitpic
Als erster Amerikaner überhaupt gewann der heute 38-jährige auch den "Sparthatlon" (246 km von Athen nach Sparta) 2006 und 2007.
Der bisher letzte grosse Erfolg von Scott Jurek war der 2. Platz bei den Weltmeisterschaften im 24 h-Lauf 2010, wo er mit einer Leistung von 265 km einen neuen US-Rekord aufstellte.
All seine anderen läuferischen Highlights kann man hier nachlesen.
Scott Jurek, der lange in Seattle lebte, ist auch als Coach tätig, veranstaltet Trailrunning-Camps und hält Vorträge.
Der überzeugte Veganer läuft im Jahr durchschnittlich 10 Ultrarennen, auf die er sich immer akribisch vorbereitet.
Seit geraumer Zeit lebt Scott Jurek in Boulder/Colorado, wo er u.a. auch mit Anton Krupicka trainiert.
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Do
30
Jun
2011
Mit dem Inov-8 X-Talon 190 auf Trails unterwegs...
Auf der Suche nach dem ultimativen Wettkampfschuh für Trails bis hin zu Ultraläufen im hochalpinen Gelände, testete ich den X-Talon 190 von Inov-8.
Mit seinen 200-250 g (je nach Größe) ist der Talon 190 ein absolutes Leichtgewicht.
Der flache Sohlenaufbau mit einer Sprengung von nur 3 mm (6mm im Vorderfuß, 9mm in der Ferse) macht den Talon 190 zu einem Natural Running Laufschuh.
Der Schuh verzichtet auf allen unnötigen Schnick-Schnack, lässt aber dank der Offroad-Sohle im Gelände keine Wünsche offen.
Durch die weichen Gumminoppen hat der Schuh einen tollen Grip, den ich auf allen Untergründen (außer Schnee) zufriedenstellend testen konnte.
Wie andere Tester berichten, machte der Talon 190 aber auch im Schnee eine gute Figur.
Wie man sehen kann, ist der Schuh extrem flexibel.
Auf harten Untergründen werden die weichen Stollen eingedrückt und dienen als Dämpfung (was vor allem bergab sehr angenehm ist), haben allerdings auf Asphalt auch einen starken Abrieb.
Aus diesem Grunde sollte Asphalt mit diesen Schuhen weitgehenst gemieden werden.
Auch nach 20 Kilometern im Gelände fühlte ich mich im Talon 190 pudelwohl, und trotz des Minimalismus und des geringen Gewichts hatte ich absolut keine Probleme (vielleicht auch gerade deswegen).
Den Inov-8 X-Talon 190 kann ich uneingeschränkt für schnelle Offroad-Geschichten empfehlen.
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Di
28
Jun
2011
Fourteener
Unter Bergsteigern in den USA werden als Fourteener alle Berge bezeichnet, deren Gipfel höher ist als 14.000 Fuß (4.267,2 Meter). Außerhalb der USA ist dieser Ausdruck kaum gebräuchlich.
Die meisten Fourteeners, es sind 55 an der Zahl, befinden sich im Bundesstaat Colorado, die zehn höchsten allerdings liegen allesamt in Alaska.
Alle Fourteeners in den USA, oder wenigstens alle in Colorado, bestiegen zu haben, ist unter den sogenannten peak baggers („Gipfel-Einsacker“) ein beliebtes Ziel.
Ich liebe die Berge, sie sind für mich etwas ganz besonderes. Immer wenn ich einen Berg sehe, verspüre ich den Drang, auf seinem Gipfel zu stehen.
Meine ersten beiden Fourteeners habe ich 1997 bestiegen, und mit dem Mt. Elbert und dem Mt. Massive nahm ich mir gleich die beiden höchsten Gipfel Colorados vor.
Auf dem Gipfel des Mt. Elbert war ich mehrere Male, da ich oft in der Gegend zum Höhentraining war, und ich nutzte die Besteigungen (im Laufschritt soweit es ging) als Vorbereitung auf meine 100 Meilen- oder andere Trailläufe.
Seit jeher ist es bei mir so, dass wenn ich einen Berg sehe, ich den Drang habe, auf seinem Gipfel zu stehen.
Jedesmal wenn ich in Colorado war, nutzte ich die Zeit zwischen den Wettkämpfen, um meine Liste zu vervollständigen.
2002 hatte ich dann alle 55 Fourteeners komplett, auf jedem einzelnen Gipfel hatte ich mindestens einmal gestanden.
Man muß bedenken, dass die 55 Berge auf einer relativ großen Fläche verstreut stehen.
Da ist es umso erstaunlicher, dass der zeitliche Rekord aller 53 Besteigungen von Ted Keizer 2001 aufgestellt wurde: Er bestieg die 55 Gipfel, die alle höher als 4267,2 m sind hintereinander, in 10 Tagen, 20 Stunden und 26 Minuten!!!
Das sind ca. 5 Gipfel pro Tag, was nicht nur körperlich fast unmöglich ist, sondern auch einer logistischen Meisterleistung bedarf.
Der höchste "Fourteener" der USA außerhalb Alaskas, ist der Mount Whitney mit 14.491 Ft. (4417 m) in Kalifornien, den ich 1998 zum ersten Mal bestiegen habe.
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So
26
Jun
2011
Die erste Trainingswoche für das Ultra- Comeback 2.0
Der Anfang ist gemacht und die erste Trainingswoche vollbracht... und es fiel mir leichter als erwartet.
Es war schon eine Umstellung in der letzten Woche, als ich meinen Kilometerumfang drastisch erhöht habe, und ich seit langem wieder das Gefühl hatte zu trainieren.
Vor allem erinnerten mich meine Beine rund um die Uhr daran, denn meine Muskeln müssen sich natürlich erst wieder an die ungewohnten Belastungen gewöhnen.
Aber das ist auch ok so, denn wie sagt man so schön: "Der Weg ist das Ziel", und mit einem Ziel lässt sich bekanntlich auch viel besser trainieren...und vor allem: "von nichts kommt nichts".
So war es auch kein Wunder, dass ich am Samstag beim Eggelauf im Sauerland, nicht mehr ganz so frisch an den Start gehen konnte, immerhin hatte ich bis dahin schon 143 Wochenkilometer in den Beinen.
Ich fühlte mich bei diesem Halbmarathon wie auf den letzten 21 Kilometern eines 100 Meilenlaufes :-)
Als Belohnung für die Strapazen gab es aber im Ziel ein alkoholfreies Weizenbier:
Am Sonntag morgen bei meiner letzten Laufeinheit hatte ich müde Beine, aber die 22 Kilometer (wieder im strömenden Regen) musste ich auch nur im absoluten "Wohlfühltempo" laufen, so dass es kein Problem war, diese erste Trainingswoche zufriedenstellend abzuschliessen..
Hier meine Trainingswoche vom 19.- 26. Juni 2011:
Mo-AM: 9 km (0:52) flach
Mo-PM: 17 km (1:30) 420 HM
Di-AM: 11 km (0:57) flach
Di-PM: 15 km (1:28) 480 HM
Mi-AM: 8 km (0:43) flach
Mi-PM: 24 km (2:15) 800 HM
Do-AM: 9 km (0:50) flach
Do-PM: 18 km (1:32) 480 HM
Fr-AM: 12 km (1:02) flach
Fr-PM: 10 km (0:48) flach
Sa-AM: 10 km (0:52) 110 HM
Sa-PM: 21 km (1:34) 330 HM (Eggelauf Meerhof)
So-AM: 22 km (2:11) 360 HM
Total
-Kilometer: 186 km
-Stunden: 16 h 34 min
-Höhenmeter: 2980 HM
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Fr
24
Jun
2011
Anton Krupicka
Anton Krupicka ist einer der jüngsten Stars im Ultrarunning.
Der heute 27-jährige ist bereits im Alter von 12 Jahren seinen ersten Marathon gelaufen.
Sein Markenzeichen ist, dass er wenn immer es geht, nur mit einer Shorts bekleidet läuft.
Auch die langen Haare und der Bart machten ihn schnell unverwechselbar.
2006 startete Anton Krupicka seine Ultralauf-Karriere, zu einem Zeitpunkt als er schon um die 200 Meilen (320 km) wöchentlich trainierte.
Gleich im ersten Jahr gewann er den "Estes Park Marathon", die "High Mountain 50K", beide mit neuem Streckenrekord. Sein grösster Erfolg 2006 war aber der Sieg beim "Leadville Trail 100".
Beim "Western States 100", dem wohl bekanntesten 100 Meilenlauf, startete Krupicka erstmals 2010, und finishte auf Anhieb in 15:13:52 h auf Platz 2.
Die einzigartige Erfolgsbilanz von Anton Krupicka kann man sich auf seinem Blog "Riding the wind" anschauen.
Das folgenden Video zeigt Anton Krupickas Sieg beim "Leadville Trail 100" im Jahr 2007.
Die Aufnahmen wurden fast ausschliesslich an den Verpflegungspunkten gemacht, zeigen also nicht die schweren Abschnitte dieses 100 Meilenlaufes.
Trotzdem absolut beeindruckend.
Anton Krupicka der wöchentlich einige Meilen barfuß läuft, beschränkt sich auch bei seiner Schuhwahl auf das Minimalisttische. Meist läuft er mit dem New Balance Minimus Trail.
Mittlerweile wohnt und studiert Anton in Boulder/Colorado, wo er ideale Trainingsmöglichkeiten hat.
Obwohl in den Bergen viele Monate im Jahr Schnee liegt, finden die Trainingseinheiten des 27-jährigen fast ausschliesslich auf den Trails der Rocky Mountains statt.
Hier eine Trainingswoche von Anton Krupicka vom Januar 2011:
Mon-AM: 12 miles (2:14) Green Mt., 3000'
Mon-PM: 14 miles (2:14) Green Mt., 3000'
Tue-AM: 14 miles (2:23) Green Mt., 3000'
Tue-PM: 9 miles (1:11) Goose Creek Loop
Wed-AM: 14 miles (2:17) Green Mt., 3000'
Wed-PM: 13 miles (2:04) Green Mt., 3000'
Thu-AM: 12 miles (2:03) Green Mt., 3000'
Thu-PM: 13 miles (2:00) Green Mt., 3000'
Fri-AM: 14 miles (2:00) Green Mt., 3000'
Sat-AM: 45 miles (6:32) Mt. Buckhorn+Ponderous Posterior 50K, 8600'
Sun-AM: 14 miles (2:08) Green Mt., 3000'
Sun-PM: 8 miles (1:04) Creek Path+Kitt
Total
-Miles: 182 (291 km)
-Hours: 28h 10min
-Vertical: 35,600' (10850 Höhenmeter)
Sein längster Trainingslauf: 68 miles (109 km) in 10:16 h im November 2010.
Anton Krupicka hält sich selbst für keinen allzu begabten Läufer: "Ich bin die 5 km noch nie unter 16 min gelaufen." meint er. Auf die Frage, was er auf einer flachen Marathonstrecke laufen könnte, sagt er: "Ich habe kein grosses Interesse an flachen Läufen. In der Höhe bin ich 2:42 h gelaufen (2 Wochen nach einem 100 Meilenlauf), und ich denke mit einem 6-wöchigen Focus auf einen Strassenmarathon, sollte ich unter 2:30 h laufen können."
2011 war bisher kein gutes Jahr für den erfolgsverwöhnten Ultraläufer.
Nach seinem 2. Platz beim "Rocky Raccoon 100" Anfang Februar, war Anton vom Verletzungpech verfolgt.
Am 11. Juni dann der Höhepunkt seiner "Pechsträhne": kurz vor Ende seiner Trainingseinheit verletzte sich Anton Krupicka schwer. Er erlitt u.a. den Abriß einer Sehne im Knie und wird so bei den wichtigsten Rennen 2011 nicht starten können.
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Mi
22
Jun
2011
Matschige Trails, schweisstreibende Steigungen und endlose Kilometer
Nach nur 3 Tagen intensivem Training spüre ich mittlerweile wieder Muskeln, wo ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie habe.
Ich möchte mich erstmal bei allen bedanken, die sich gefreut haben und mich ermutigt haben, wieder auf die Ultrastrecke zurückzukehren.
Wie schwer und vor allem wie schweisstreibend der Weg dahin ist, haben die letzten Trainingseinheiten gezeigt.
Vor allem die heutige Nachmittagslauf hatte es in sich.
Diese 12 km-Runde im Wiehengebirge lief ich mit einer Unterbrechung von einer Minute (Trinkpause) zweimal hintereinander...
...wo dann auf insgesamt 24 Kilometer (immerhin) 800 Höhenmeter zusammen kamen.
Hinterher war ich natürlich kaputt, aber auch ein bisschen stolz, vor allem dass ich nach der ersten Runde nicht abgebrochen habe (es regnete die ganze Zeit in Strömen).
Ich muss ganz ehrlich sagen (und das ist das Allerwichtigste): Es macht wieder einen Riesenspass...
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Mo
20
Jun
2011
Das Ultra-Training hat begonnen...
Die Entscheidung ist gefallen. Der nächste Ultralauf ist fest geplant.
Ultrastrassenläufe und andere "flache Geschichten" kamen für mich nicht in Frage.
Mit der Streckenlänge wollte ich auch nicht gleich übertreiben, und so habe ich mich für den "Linzer Berg (Ultra)- Marathon" entschieden.
Mit 52 Kilometern und 2000 Höhenmetern ist der Lauf nicht so lang, hat aber ein ganz interessantes Streckenprofil., was für meinen Wiedereinstieg ins Ultrageschehen optimal ist.
Die Veranstaltung findet am 27. August statt, so bleiben mir gut 2 Monate der Vorbereitung, was mit einer Zielstellung "Hauptsache (gut) ankommen", genügen sollte.
Nach dem gestrigen 9 km langen Wartturmlauf mit 370 Höhenmetern, ging es heute mit dem Ultra-Training los.
Die Wettkämpfe an den kommenden Wochenenden werden mir jetzt als Tempotraining dienen.
In der Woche heisst es ab sofort viele Höhenmeter absolvieren und natürlich die Kilometerumfänge zu erhöhen.
Das Trainings-Update der ersten Woche werde ich am nächsten Sonntag hier veröffentlichen.
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Fr
17
Jun
2011
Die Rückkehr auf die Ultradistanz
Nach einigen Jahren der Abstinenz auf den Ultrastrecken möchte ich jetzt zurückkehren.
Es hat sich in den letzten Wochen einfach so entwickelt, es war nicht geplant, der Wunsch ist langsam gereift bis hin zu einer tiefen Sehnsucht...
Mein letzter Ultralauf war der "Jetty to Jetty Ultramarathon" im Januar 2007 in Florida, mit 35 Meilen, der längste Strandlauf der Welt.
Laufen durch Sand mag ich nicht, das war damals die Herausforderung für mich.
Ich wollte nur ankommen, 56 km nonstop durch Sand, immer in eine Richtung am Strand entlang, und war am Ende der Sieger dieses Laufes. Kann man sich einen schöneren Abschluß nach 77 Ultraläufen in 15 Jahren vorstellen?
Sicher nicht, aber das ist im Endeffekt auch nicht wichtig.
Ich will zurück auf die Trails...
Die grosse Herausforderung ist jetzt alles mit meinen Laufkreuzfahrten, Laufcamps etc. unter einen Hut zu bekommen...und die grosse Frage ist, welchen Ultralauf wähle ich als Einstieg?
Ganz unbewusst bin ich ja schon wieder eine Ultradistanz gelaufen, die 50 km am 9.5.2011...aus gegebenen Anlaß ;)
Jetzt heisst es erstmal mit dem (Ultra-)Training anzufangen, um dann das Ganze ganz entspannt anzugehen...
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Do
16
Jun
2011
Waldlauf im Gewitter
Als ich heute auf meiner Trainingsrunde im Wiehengebirge unterwegs war, hat mich seit langem wiedermal ein Gewitter (vom Feinsten) im Wald überrascht. Überrascht ist vielleicht zu viel gesagt, denn es war vorhergesagt, aber wer glaubt dem schon...und trainiert werden muss ja schließlich trotzdem.
Es war einfach herrlich, erst begann es leicht zu regnen, dann ging es richtig los...
Zum Glück war ich ja im Wald und nicht auf einer freien Fläche.
Die Gefahr im Wald vom Blitz getroffen zu werden, ist relativ gering. Das Schlimmste was eigentlich passieren kann, ist dass man von umher fliegenden Holzteilen getroffen wird, falls in der Nähe ein Blitz in einem Baum einschlägt, oder aber von herab fallenden Ästen, wenn es auch stürmt.
Am Sichersten ist es aber, wenn man in mindestens 5 Meter Entfernung vom nächsten Baum in die Hocke geht, möglichst auf einem Bein (ist besser falls man vom Blitz getroffen wird) und das Gewitterende abwartet.
Aber wer will das schon, denn dann besteht die Gefahr, dass man völlig auskühlt, und hinterher eine Lungenentzündung hat :-)
Auf dieser Trainingsrunde laufe ich seit 6 Jahren und die Leute die ich bisher dort insgesamt in den Jahren getroffen habe, kann ich an einer Hand abzählen.
Das Interessante heute war, dass mir 3 Läufer, 4 Mountainbiker und eine Frau mit Hund begegneten. Alles Gewittersüchtige???
Wenn die mich so gesehen hätten (hockend auf einem Bein)...
So aber war ich guter Dinge nach 1:48 Std., 19 Kilometern und 765 Höhenmetern wieder zu Hause.
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Mi
15
Jun
2011
100 Meilenläufe...
...meine absolute Lieblingsdistanz auf den Ultralangstrecken.
Über den Ultralauf im allgemeinen hatte ich ja bereits hier geschrieben, heute geht es nun um die Königsdisziplin der amerikanischen Ultraläufer, den 100 Meilenlauf.
Die Geschichte der 100 Meilenläufe begann 1955, als fünf Männer mit ihren Pferden auf dem Western States Trail von Squaw Valley nach Auburn ritten, um zu beweisen, dass man 100 Meilen an einem Tag zurücklegen kann.
Erst 1974 lief dann Gordy Ainsleigh in 23:42 Std. diese Strecke zu Fuß, womit der "100 Mile Trail Run" geboren war. 1977 starteten dann schon 14 Männer aus vier Staaten zum ersten offiziellen "Western States Endurance Run", wovon drei ins Ziel kamen, alle unter 30 Stunden.
Seitdem gilt das 30 Stunden-Zeitlimit bei Amerikas ältesten, bekanntesten und größten 100 Meilenlauf, dem "WS100".
Mittlerweile gibt es in Nordamerika 90 "100 Meilenläufe" im Jahr und eine große Ultralaufgemeinde.
Die Finisher-Quote bei diesen Extremläufen liegt zwischen 30 und 70%, u.a. auch abhängig von der Witterung am Renntag.
Das Zeitlimit liegt zwischen 24 Stunden beim "Iron Horse 100" in Florida und 48 Stunden beim "Hardrock 100", in Colorado, dem schwersten der amerikanischen 100 Meilenläufe.
Wer im Zeitlimit finisht, erhält im Ziel den begehrten "Belt Buckle" (Gürtelschnalle).
Für die 10-fache erfolgreiche Teilnahme gibt es dann eine besonders große Gürtelschnalle, den 1000 Mile Belt Buckle.
Aus logistischen Gründen haben die meisten 100 Meilenläufe ein Teilnehmerlimit.
Da oft ein vielfaches an Läufern an den begehrten Events teilnehmen möchte, muß bei vielen 100-Milern das Los über den Erhalt der Startnummer entscheiden.
Was fasziniert nun so viele Läufer an diesen 100 Meilenläufen?
Für mich war es immer die Herausforderung diese extremen Strecken zu bewältigen, aktiv in diesen atemberaubend schönen Landschaften unterwegs zu sein und die Grenzen des eigenen Körpers zu testen.
Und es fühlt sich so verdammt gut an, wenn man nach 100 Meilen ins Ziel läuft, das ist mit dem Zieleinlauf bei einem Marathon nicht zu vergleichen.
Im folgenden Video sieht man wie schön es auf diesen Traillaufstrecken sein kann, und auch dass es nicht immer ganz ungefährlich ist.
Ähnlich wie beim Tennis gibt es auch einen "Grand Slam of Ultrarunning", bei dem man die vier ältesten 100 Meilenläufe der USA in einem Jahr finishen muß ( Vermont 100 Mile Endurance Run, Western States 100 Mile Endurance Run, Leadville Trail 100 Mile Run und Wasatch Front 100 Mile Endurance Run ). Zwischen 10 und 20 Ultraläufer schaffen das Jahr für Jahr.
Aber auch in Deutschland gibt es mittlerweile eine kleine Anzahl von 100 Meilenläufen, wie z.B. den "Chiemgauer 100".
Der 100 Meilenlauf wird aber immer eine amerikanische Disziplin bleiben. Die schönsten und grössten 100 Meilenläufe gibt es in Nordamerika, und für mich gehören sie da auch hin.
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Mo
13
Jun
2011
Jenseits der 42,195 km...
...oder wenn der Marathon zu kurz ist.
Jenseits der 42,195 km beginnt der Ultralauf, für den ich viele Jahre lang gelebt und trainiert habe.
Bei den Distanzen fängt es mit der 50 km Strecke an und geht bis hin zu 5000 Km langen Kontinentaldurchquerungen.
Die populärste Streckenlänge in Europa sind die 100 km, die meist auf einer Runde (5 oder 10 km) ausgetragen werden. Es gibt allerdings auch Läufe, wie die 100 km von Biel, die auf einer grossen Runde stattfinden.
Viele Ultramarathon sind aber auch Landschaftsläufe mit "krummen" Streckenlängen.
Der bekannteste Landschaftsultra in Deutschland ist der Rennsteiglauf über 72 km.
In den USA hingegen ist die Königsdisziplin der Ultraläufer der 100 Meilenlauf (ca. 161 km).
Es gibt auch Ultraläufe die über eine bestimmte Zeit ausgetragen werden, wo es dann gilt die meisten Kilometer zurückzulegen.
Die kürzeste dieser Disziplinen, die als Ultramarathon gilt, ist der 6-Stunden-Lauf; längere Mehrstundenläufe gehen über 12, 24 oder 48 Stunden.
Das Training für einen Ultralauf ist ähnlich dem eines Marathonläufers.
Oft wird behauptet, dass Läufer, die auf den kürzeren Distanzen zu langsam sind auf den Ultralauf umsteigen.
Das wird sogar auf den Einen oder Anderen zutreffen, ist aber auf keinem Fall die Regel, denn wer im Ultralauf gute Zeiten erzielen möchte, muß auch "unten herum" schnell sein.
Wer z.B. über 100 km eine internationale Spitzenzeit laufen möchte, muß den Marathon deutlich unter 2:30 Std. laufen können.
Den Weltrekord im 100 km Lauf hält der Japaner Takahiro Sunada mit 6:13:33 Std., und er hat eine Marathonbestzeit von 2:10:07 Std!!!
Der wohl bekannteste Ultraläufer der Welt, und auch der der die meisten Weltrekorde aufgestellt hat, ist Yiannis Kouros.
Der gebürtige Grieche, der seit Jahren in Australien lebt, war der erste Mensch (und bis jetzt der Einzige) der im 24 h-Lauf mehr als 300 km (WR 303,506 km) geschafft hat.
Bei den Ultra-Trailläufern, wo die Mehrheit der Spitzenläufer aus den USA kommt, ist für mich Eric Clifton immer das grosse Vorbild gewesen.
Mehrfach bin ich gegen Eric gelaufen und war immer wieder von seinen Leistungen, und von ihm als Mensch begeistert.
Foto: mit Eric Clifton (Mitte) bei einem Ultralauf in Texas/USA.
Eric Clifton hält noch immer den Course Record des "JFK 50 Mile Run", einem der populärsten Ultraläufe der USA.
Nicht zu vergessen Ann Trason, die 13-fache „Western States Endurance Run“-Gewinnerin und mehrfache Weltrekordhalterin: 100-Meilen (13:47:41 1991), 50-Meilen (5:40:18, 1991) und 12-Stunden (147,6 km, 1991); Amerikanische 100 km-Rekordhalterin (7:00:48) und Scott Jurek, der den "Western States 100" siebenmal, den "Spartathlon" dreimal und das legendäre "Badwater Race" zweimal gewinnen konnte.
Was unterscheidet nun aber den Ultraläufer vom "normalen" Läufer?
Viele Hobbyläufer träumen davon, einmal einen Marathon zu laufen. Viele von ihnen erfüllen sich auch diesen Traum, aber nur ein kleiner Prozentsatz der Marathonläufer wagt sich jemals an einen Ultralauf.
Für ganz besonders wichtig erachte ich die mentale Stärke und die Leidensfähigkeit, die ein Ultraläufer mitbringen sollte.
Wer nicht wirklich bereit ist "über seine Grenzen" zu gehen, wird das Ziel eines Ultralaufes nicht erreichen.
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Sa
11
Jun
2011
Laufreise mit leichtem Stressfaktor
Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber es war auch im Juni, als ich mal wieder in den USA zu Wettkämpfen unterwegs war.
Mittlerweile waren wir in Colorado angekommen, wo es mich immer wieder hinzog und wo ich schon unzählige Wettkämpfe und Höhentrainingslager durchgeführt hatte.
Die geplanten Läufe lagen bereits hinter mir, als ich mir in Leadville/Colorado, der höchstgelegensten Stadt der USA (3100 m üNN) langsam Gedanken über meinen Rückflug nach Deutschland machen musste.
Eigentlich kein Problem, denn der Flughafen in Denver, von dem ich sonst immer flog, lag nur gut eine Autostunde von Leadville entfernt.
Diesmal ging mein Flug aber ab New York City, wo ich auch meinen Mietwagen wieder abgeben musste.
An diesem Morgen wurde mir erst bewusst, wie viele Meilen wir auf dieser Reise schon zurückgelegt hatten. So richtig aber erst, als wir erfuhren, dass es ca. 2800 Kilometer bis New York waren, was ungefähr der Entfernung von Paris nach Moskau entspricht.
Eigentlich kein Problem, der Rückflug war für Sonntag nachmittag gebucht, und das waren ja noch fünf Tage hin.
Wenn ich da nicht noch etwas vorgehabt hätte...
Zum Abschluss dieser Wettkampfreise wollte ich am Whitface Mountain Uphill Footrace in der Nähe von Lake Placid teilnehmen, wo 1980 die Olympischen Spiele stattfanden.
Stephan (der hier zu meiner Crew gehörte) und ich fuhren immer abwechselnd einen Tag und zwei Nächte nonstop Richtung Osten, bevor wir es etwas ruhiger angehen lassen konnten.
Am Freitag nachmittag kamen wir dann endlich in Lake Placid an.
Als ich eine Landkarte studierte und sah, wie viele verschiedene Bundesstaaten sich um NYC "tummeln", kam mir eine spontane Idee.
Ich schaute im Internet, wo hier im Osten der USA an diesem Wochenende überall Läufe stattfanden...es waren etliche...und es war tatsächlich (theoretisch) möglich...
Es war möglich, dass ich an zwei Tagen an drei Läufen in drei verschiedenen Bundesstaaten teilnehmen konnte, auch wenn es zeitlich etwas knapp werden würde, vor allem was den Rückflug betraf, und dass es eigentlich von keinerlei Bedeutung war.
Jetzt freute ich mich aber erst einmal auf das Whitface Mountain Uphill Footrace am kommenden Morgen, einem Berglauf, wo es 8 Meilen (ca. 13 km) nur bergauf geht, und wo bis zum Ziel 1100 Höhenmeter überwunden werden müssen..
Ich liebe diese Art von Läufen, aber die lange Autofahrt saß mir so in den Knochen, dass ich auf den ersten Kilometern nicht meinen Rhytmus fand und schon bis auf Platz 27 durchgereicht wurde.
In der zweiten Hälfte lief es dann besser und ich war nur noch auf der "Überholspur", so das am Ende die Platzierung (Platz 6) ganz ok war.
Am nächsten Morgen (unserem Rückflugtag) stand ich dann schon wieder in Monroe/Connecticut am Start eines 5 km Laufes.
Nach dem Zieleinlauf ging es sofort weiter nach Roselle/New Jersey, wo um 14 Uhr das "Century 5k" starten sollte.
Bis zum Zieleinlauf in Roselle war alles relativ relaxt, dann begann aber der Stress.
Umziehen, zum Airport rasen, Mietwagen abgeben, zum Eincheckschalter hetzen...nur noch 35 Minuten bis zum geplanten Abflug.
Dann die Hiobsbotschaft: "Sie sind zu spät, der Flug ist überbucht, wir haben nur noch einen freien Platz.".
"Den nehme ich!!!" schreit Stephan völlig selbstlos neben mir, und ist kurz darauf schon auf dem Weg zum Gate.
Nach einem Augenblick drehe ich mich um und denke: Naja, New York City ist nicht die schlechteste Stadt, wo man stranden kann...
...da ruft die nette Frau am Schalter mir nach: "Sir, wir haben noch einen Platz in der First Class..."
Völlig entspannt angekommen, erfahre ich am nächsten Morgen in Frankfurt, dass Stephan seinen Sitzplatz genau neben der Bordtoilette hatte, wo ihn reges Treiben um den Schlaf brachte, von den unangenehmen Gerüchen mal ganz abgesehen.
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Do
09
Jun
2011
Was ist eigentlich eine Laufkreuzfahrt???
In letzter Zeit erreichen mich reichlich Anfragen zu unseren Reisen und viele Interessenten können sich immer noch unter einer Laufkreuzfahrt wenig bzw. gar nichts vorstellen.
Oft höre ich: Läuft man da jeden Tag auf dem Schiff?
Nein, natürlich nicht, und deshalb möchte ich heute mal etwas näher auf den typischen Ablauf einer Laufkreuzfahrt eingehen.
Das verstaubte Image haben Kreuzfahrten ja schon seit geraumer Zeit abgelegt, diese Form von Reisen boomt gewaltig und liegt voll im Trend.
Warum also nicht auch als Laufreise, wo man zusammen mit Gleichgesinnten die Vorzüge einer Kreuzfahrt mit dem eigenen Hobby verbinden kann.
Beginnen tut die Reise natürlich mit dem Hinflug, bei einer Karibik-Laufkreuzfahrt z.B. nach San Juan auf Puerto Rico mit einer anschliessenden Vorübernachtung, bis es dann am nächsten Tag ausgeruht auf das Kreuzfahrtschiff geht.
Zuvor beginnen wir den Tag aber mit einem kleinen Morgenlauf und gewinnen so schon einmal einen ersten Eindruck von der Karibik.
Gegen Mittag sehen wir dann zum ersten Mal das Schiff. das uns für die nächsten Tage nicht nur Transportmittel zu den verschiedenen Inseln, sondern auch Hotel, Restaurant, Theater, Casino und noch so vieles mehr sein wird.
Wenn das Kreuzfahrtschiff nach den ersten Stunden an Bord ablegt, beginnt für uns die eigentliche Laufkreuzfahrt.
Am Abend treffen wir uns zum Meeting, wo die Startnummern ausgegeben, der kommende Tag besprochen wird und die Gruppe sich kennenlernen kann.
Auch an den kommenden Abenden werden wir uns immer vor dem Essen treffen, um dann auch mit der Siegerehrung unseren jeweiligen Lauf auszuwerten, um die nächste Insel vorzustellen und unser läuferisches Programm zu besprechen.
Nach der ersten Nacht an Bord, erwartet uns am nächsten Morgen auch schon das erste Etappenziel unsere Reise, wie hier z.B. auf dem Foto, die amerikanische Jungferninsel St. Croix.
Nach einem kleinen Frühstück treffen wir uns vor dem Schiff , und gehen gemeinsam zum Start unseres ersten Laufes.
Um ca. 10 Uhr ist dann auch unsere erste Laufetappe schon wieder Geschichte, da wir immer bemüht sind, möglichst viel Zeit noch auf den Inseln zur persönlichen Verfügung zu haben, wo dann jeder Teilnehmer das tun kann, was er gerne möchte.
Oft unternehmen mehrere Teilnehmer zusammen einen Ausflug, wie hier zur Marigot Bay auf der Insel St. Lucia.
Oder man gönnt sich mal ganz etwas Besonderes, wie hier das Delfinschwimmen auf der Insel Roatan.
Wenn der Lauf mal an einem Traumstrand endet, lädt das natürlich zu einem längeren Aufenthalt dort ein. Das wird von den Meisten auch gerne genutzt, aber wer möchte kann jederzeit auf's Schiff zurück und den restlichen Tag andersweitig verbringen.
Auf den meisten Kreuzfahrten gibt es auch einen Seetag, wenn die Entfernung zur nächsten Insel mal etwas größer ist.
An solchen Tagen nutzen wir die schiffseigene Tartanbahn für einen Lauf an Deck, was für viele Teilnehmer zu einen weiteren Höhepunkt der Laufkreuzfahrt wird.
Bereits am nächsten Tag haben wir dann aber schon wieder festen Boden unter den Füßen, wie hier auf der Naturinsel Dominica.
Nach einem anstrengenden Lauf tut eine erfrischende Abkühlung besonders gut, wie hier unterhalb eines Wasserfalles.
Unsere Laufetappen sind abwechslungsreich und zwischen 5 und 10 Kilometer lang.
So laufen wir an Traumstränden, in einer einzigartigen Natur unter Palmen(wo es auch mal den einen oder anderen Berg zu bezwingen gilt) oder auf einer Promenade entlang der Küste.
Beachten sollte man, dass ein 5 km Lauf unter den klimatischen Bedingungen der Karibik, gefühlt auch mal etwas länger sein kann.
Nichtsdestotrotz sind alle unsere Läufe auch von Laufanfängern zu bewältigen, die dann mit der gleichen Anerkennung im Ziel von der Gruppe erwartet werden, wie die leistungsorientierten Läufer.
Auch Walker sind auf unseren Reisen immer gerne willkommen.
Am Ende jeder Laufkreuzfahrt steht natürlich die Siegerehrung am letzten Abend an Bord auf dem Programm.
Zusammenfassend kann man sagen, dass unsere Laufkreuzfahrten eine gute Mischung zwischen Erholung und sportlicher Betätigung sind.
Bei dem Überangebot an leckerem Essen auf dem Kreuzfahrtschiff sind unsere Läufe ein guter Gegenpol, um nicht das eine odere andere Pfund mehr mit nach Hause zu nehmen.
Jeden Tag eine andere Insel, jeden Tag ein neuer Lauf. Unsere Laufkreuzfahrten sind vom Hobbyläufer bis zum Leistungsläufer für alle Altersklassen geeignet.
Das Laufangebot ist natürlich freiwillig, wer nicht mag, pausiert einfach und gestaltet seinen Tag nach Lust und Laune.
Ganz wichtig für uns ist, dass der Spass auf unseren Reisen im Vordergrund steht und jeder Teilnehmer mit schönen Erinnerungen nach Hause fährt.
Natürlich sind Hin- und Rückflug ab Deutschland, Hotelübernachtungen, Transfers und alle anfallenden Steuern und Gebühren im Reisepreis inbegriffen.
Mein langjährig erarbeitetes Konzept hat sich vielfach bewährt und wird von unseren zufriedenen Kunden bestätigt.
Wer einmal mit uns unterwegs war ist vom "Laufkreuzfahrt-Virus" infiziert und nicht selten schon im nächsten Jahr wieder mit dabei.
Derzeit haben wir Laufkreuzfahrten in der Östlichen Karibik, in Südostasien, in der Westlichen Karibik und im Östlichen Mittelmeer im Programm.
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Fr
03
Jun
2011
Noch immer vom "Ultra-Virus" infiziert
Eigentlich dachte ich, dass ich die Quälereien eines Ultralaufes nicht mehr brauche, aber ich habe jetzt gemerkt, dass ich noch immer "infiziert" bin.
Vor einigen Tagen las ich, dass für 2012 eine USA-Durchquerung von West nach Ost auf Trails geplant ist (zu Fuß natürlich).
Nun ist dies nicht ganz neu, denn immerhin seit 1928 fand er 8 Mal statt, der TransAm, ein Etappenlauf von Los Angeles nach New York City in 70 Tagen über 3200 Meilen (5120 km), so auch jetzt im Juni 2011.
Die für das kommende Jahr geplante Trail-Variante ist nochmal ca.250 Kilometer länger und geht über 80 Tagesetappen.
Die "normalen" Ultraläufe hatten mich in letzter Zeit nicht mehr so interessiert, nun aber verspürte ich irgendetwas...
Ich beschrieb es erstmal mit: "Das wäre nochmal eine Herausforderung".
Jetzt ein paar Tage später, ertappe ich mich dabei, wie ich beginne mich ernsthaft mit einer Teilnahme zu beschäftigen.
Aus meinem Umfeld höre ich natürlich auch: "Du musst niemanden mehr etwas beweisen...warum willst du dir das antun?...du hattest so viele Erfolge...".
Es geht auch nicht darum, etwas zu beweisen (jedenfalls nicht irgend jemanden, wenn überhaupt, dann nur mir).
Wenn ich diesen Lauf machen würde, wäre das auch nur für mich, und weil ich es so will.
Ich weiß natürlich auch, dass nicht alle das nachvollziehen können (brauchen sie aber auch nicht).
Im Moment habe ich keine Ahnung, wohin die Reise gehen wird und was sich aus dem Liebäugeln für diesen "Monsterlauf" entwickeln wird.
Ich werde euch aber auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.
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Fr
27
Mai
2011
Kompressionsstrümpfe von O-motion im Test
Seit 1994 trage ich Kompressionsstrümpfe auf Langstreckenflügen, also lange bevor diese orthopädischen Hilfsmittel Einzug in den Sportbereich fanden, und auch lange bevor ich auf die Idee kam, diese beim Laufen zu tragen.
Anfangs noch belächelt, sind Kompressionsstrümpfe heute bereits mehr als ein neuer Trend im Sport.
Besonders oft anzutreffen im Triathlon und Langstreckenlauf und sicherlich auch inspiriert von den Spitzensportlern, die schon seit einigen Jahren Kompressionsstrümpfe im Training und auch bei Wettkämpfen benutzen, wächst der Beliebtheitsgrad der Strümpfe auch immer mehr bei den Freizeitsportlern.
Den Kompressionsstrümpfe wird eine etwaige Leistungssteigerung nachgesagt, die darauf beruht, dass das Blut durch den Druck des Kompressionsstrumpfs besser fließt. Hierdurch können mehr Nährstoffe und Sauerstoff zu den Muskeln transportiert werden. Der Sauerstoffgehalt in den Muskeln kann dann die Aktivität steigern.
Wenn auch Experten nicht immer einig, ist unumstritten, das Kompressionsstrümpfe stabilisieren und dadurch typischen Verletzungen im Sport wie etwa das Umknicken oder Muskelfaserrisse minimiert werden können.
So gibt es mittlerweile auch viele Läufer, die die Kompressionsstrümpfe nicht bei der Ausübung ihres Sports, sondern im Anschluss zur besseren Regeneration tragen.
Die meisten Herrsteller von Kompressionsstrümpfen für den Sportbereich beschränken sich allerdings auf nur eine Kompressionsklasse.
Besonderes Augenmerk sollte man auch bei der Auswahl eines Kompressionsstrumpfes darauf legen, dass der Hersteller Erfahrung in der medizinischen Kompressionstherapie hat und die Strümpfe für die speziellen Anforderungen eines Leistungssportlers optimiert hat.
O-motion compression and sport ist ein Geschäftsbereich der
Ofa Bamberg GmbH, die auf eine über 80-jährige Erfahrung zurückblicken kann.
Ich habe jetzt mal die Regular Socks und die Professional Socks von O-motion getestet und miteinander verglichen.
Den ersten Lauf machte ich mit den Regular-Strümpfen, die für Hobbysportler und zur Regeneration empfohlen werden.
Von Beginn an war ich begeistert, der Strumpf saß perfekt, hatte eine angenehme Passform und eine gute Kompression.
Hervorzuheben ist auch der Tragekomfort im Fußbereich.
Gespannt war ich auf den Professional-Strumpf, der wegen seiner stärkeren Kompression und seiner extra perfekten Passform für ambitionierte Leistungssportler und Profis entwickelt wurde.
Der Professional hat 3 Meßpunkte, neben der Schuhgröße werden auch noch die Umfänge oberhalb des Knöchels und der dicksten Stelle der Wade vermessen.
Und ich muß zugeben, ich wurde auch von den Professional-Strümpfen nicht enttäuscht.
Sofort stand für mich fest, das sind die Kompressionsstrümpfe, die ich ab sofort im Wettkampf tragen werde.
Die stärkere Kompression des Professional fühlt sich sehr gut an und wirkt in keinster Weise störend. Nach einer schweren Laufeinheit oder einem Wettkampf kann ich ganz klar eine Verringerung muskulärer Beschwerden feststellen.
Den Regular-Strumpf trage ich jetzt bei langen Autofahrten, auf Langstreckenflügen und zur Regeneration.
In den letzten Jahren habe ich viele Kompressionsstrümpfe ausprobiert, die von O-motion sind aber für mich die besten am Markt.
Mit 42,- € für den Regular und 49,- € für den Professional haben die Kompressionsstrümpfe von O-motion durchaus ein gutes Preis- Leistungsverhältnis, für ein hochwertiges Produkt Made in Germany.
Herstellerinfos auf: http://omotion.eu/





































































































































